Bidspirit auction | Steinbockhornbecher


Steinbockhornbecher - Steinbockhornbecher Steinbockhornbecher Salzburg/Augsburg, Anfang 18. Jh. Steinbockhorn, Silbermontierung; umlaufend geschnitzte Szene mit Wagen- und Jagddarstellung; die Silbermontierung am Fuß gemarkt mit Augsburger Beschauzeichen, Meistermarke, wohl ”ICT” für Johann Christoph Treffler II, Meister ab 1715 (siehe: Seling, Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529-1868, S. 503) und auf der Unterseite mit Tremolierstich H. 10,3 cm Die kunstvolle Bearbeitung von Steinbockhorn wurde nirgendwo so gekonnt ausgeführt wie in Salzburg während der Barockzeit. Diese Tradition wurzelt im Volksglauben und in der Mystik: Steinbockhorn wurden Heilkräfte zugesprochen. So soll jeder Trunk aus den Gefäßen, gleich Medizin, Gifte neutralisieren und heilsam wirken. Wenig überraschend wurden die aufwendig zu Trinkhörnern, Bechern, Dosen und Amuletten geschnitzten Arbeiten rasch beliebter Bestandteil der wachsenden Kunstkammern. Unser Becher zeigt an der Wandung einen von einem Pferd gezogenen Wagen, auf dem eine Familie sitzt, daneben zielt ein Jäger mit seinem Gewehr auf zwei am Gebirgsgipfel stehende Steinböcke. Der damalige Besitzer des fein gearbeiteten Hornbechers ließ eine passende Silbermontierung in Augsburg, dem bedeutendsten Goldschmiedezentrum, anfertigen. Der Becher ist somit ein wunderbares Beispiel höchster Handwerksqualität. Capricorn horn beaker Steinbockhornbecher Salzburg/Augsburg, early 18th century capricorn horn, silver mounting; silver mounting marked at the foot with Augsburg hallmark, maker's mark, probably ”ICT” for Johann Christoph Treffler II, master since 1715 (cf.: Seling, Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529-1868, p. 503) and on the bottom with tremolo hallmark h. 10.3 cm