Bidspirit auction | Albin Egger-Lienz: Nelken


Albin Egger-Lienz: Nelken - Albin Egger-Lienz Nelken 1898 Öl auf Leinwand; gerahmt 41 x 27,5 cm Signiert und datiert rechts unten: Egger Lienz 98 Signiert links unten: A. Egger Links mittig mit eigenhändiger Widmung: Für Laura / z. Weihnachtsabend / 1898 Rechts oben bezeichnet: ”für ihm” ehemals Laura Egger-Lienz; Privatbesitz, Wien; Dorotheum Wien, 03.12.1996, Nr. 2; österreichischer Privatbesitz Wilfried Kirschl, Albin Egger Lienz. Das Gesamtwerk, Band II, Wien 1996, Nr. M 120, S. 515 (o. Abb.) ”Ihrem Wunsch nach einer 'Schilderung der Vorgänge' bei der Entstehung des Bildes 'Nelken' glaube ich vielleicht am besten nachzukommen indem ich Ihnen hier wörtlich die Ausführungen Prof. Hammers zu diesem Bild mitteile. (...) Hammer gibt im Ganzen vier Bilder desselben Sujets an. 1896 'Sonntagmorgen' (...) / Um 1896 'Der Antrag' (...) / 1898 'Brennende Nelken' (...) / 1898 'Nelken' (mit Widmung.) / Dieses Letztere ist (...) die einzige Fassung, auf welcher das Mädchen allein dargestellt ist. Nach Hammers sowie auch unserer Kenntnis ist es keine Wiederholung, sondern eine neue Fassung. Hammer führt hierzu aus: 'Im Jahre 1896 entsteht ein 'Sonntagmorgen', dessen Motiv mit einigen Regieänderungen im gleichzeitigen 'Antrag' und den 'Brennenden Nelken' des Jahres 1898 wiederkehrt. Immer stehen sich die Gestalten in ganz einfachen Ansichten gegenüber: ein sonntäglich geputztes Bauernmädchen steckt dem Burschen eine Nelke auf den Hut. Schon in den Figuren herrscht eine Farbenzusammenstellung und ein Spiel der Reflexe, wie Defregger es nicht gekannt; die halbdunkle Stube leuchtet vollends im Zauber der Sonnenflecke. Alles ist dabei frei und breit gemalt. So defreggerisch das Motiv erscheint, in Auffassung wie Kolorit sind diese Bilder weit über Defregger hinaus.” (Auszug aus einem Brief von Ila Egger-Lienz, vom 13.01.1957) ”...das Bild (gehört) zu einer Gruppe von Varianten desselben Themas. DIe früheste Fassung liegt in M 111 aus dem Jahr 1896 vor. In den späteren, 1898 entstandenen Fassungen wird der Bildausschnitt immer enger gefasst. Ihr Bild ist das einzige in dem Egger die bereits skizzierte Gestalt des Mannes getilgt und das Mädchen allein zum Bildgegenstand gemacht hat. Wie aus der Widmung ersichtlich ist, war das Gemälde Eggers erstes Weihnachtsgeschenk an seine spätere Frau Laura, mit der er sich am 10.4.1898 in Lovrana verlobt hatte. (...) Das Bild war bei Lebzeiten von Laura Egger-Lienz immer in deren Besitz.” (Auszug aus einem Brief von Wilfried Kirschl, o. D.) Albin Egger-Lienz Nelken 1898 oil on canvas; framed 41 x 27.5 cm signed and dated on the lower right: Egger Lienz 98 signed on the lower left: A. Egger with dedication by the hand of the artist in the left centre: Für Laura / z. Weihnachtsabend / 1898 inscribed on the upper right: ”für ihm” formerly Laura Egger-Lienz; private property, Vienna; Dorotheum Vienna, 03.12.1996, no. 2; private property, Austria Wilfried Kirschl, Albin Egger Lienz. Das Gesamtwerk, vol. II, Vienna 1996, no. M 120, p. 515 (without ill.)