Bidspirit auction | Ferdinand G. Waldmüller: Porträts von


Ferdinand G. Waldmüller: Porträts von Franz Freiherr von Leithner und seiner Ehefrau Nina Leithner - Ferdinand G. Waldmüller Porträts von Franz Freiherr von Leithner und seiner Ehefrau Nina Leithner 1843 Öl auf Holz; gerahmt je 39,5 x 31,5 cm Damenporträt: signiert und datiert rechts unten, über dem Kleid: Waldmüller 1843 Christie's London, 29.11.1985, Nr. 82; Kunst und Antiquitäten C. Bednarczyk, Wien; 1986 dort erworben, seither Privatsammlung, Österreich Bruno Grimschitz, Ferdinand Georg Waldmüller, Salzburg 1957, S. 329, Nr. 582 ”Bildnis eines sitzenden jungen Herrn” (SW-Abb.), S. 334, Nr. 628 irrtümlich als ”Bildnis einer Erzherzogin in hellblauem Kleide” (SW-Abb.); Rupert Feuchtmüller, Ferdinand Georg Waldmüller. 1793-1865. Leben, Schriften, Werke, Wien/München 1996, S. 486, WV-Nr. 686 und 687 (SW-Abb.) Ferdinand Georg Waldmüller zählt zweifellos zu den bedeutendsten österreichischen Künstlern der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er verstand es wie kein anderer, die Prinzipien der Biedermeierzeit in Bild zu fassen und diese gleichzeitig mit seinem revolutionären Anspruch auf Wirklichkeitserfassung zu überwinden. Der hohe Adel, das Kaiserhaus sowie das Bürgertum zählten früh zu seinen Kunden, und ab den 1820er Jahren avancierte Ferdinand Georg Waldmüller zu einem der gefragtesten und produktivsten Porträtisten seiner Zeit. Vorliegende Bildnisse zeigen Franz Freiherr von Leithner (1783-1855), der von 1842-1855 der Wiener Porzellanmanufaktur vorstand, sowie seine Ehefrau Nina. Rupert Feuchtmüller konnte anhand von Porträtvergleichen die Dargestellten identifiziert, als Vergleichsbeispiele dienten zwei Werke Waldmüllers aus dem Jahr 1846 (WV-Nr. 737 und 739). Auf einem Lehnstuhl sitzend, mit direktem Blickkontakt zum Betrachter, zeigt der Künstler zwei Persönlichkeiten, die sich ohne jedes Pathos - ungezwungen und natürlich, mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, präsentieren. Ihre elegante Kleidung und die raffinierten Accessoirs bestechen durch die virtuose Wiedergabe der unterschiedlichen Stofflichkeiten und zeigen vortrefflich die Meisterschaft Waldmüllers auf diesem Gebiet. Ferdinand Georg Waldmüller Portraits of Franz Freiherr von Leithner and his wife Nina Leithner 1843 oil on panel; framed each 39,5 x 31,5 cm female portrait: signed and dated on the lower right, above the dress: Waldmüller 1843 Christie's London, 29.11.1985, no. 82; Kunst and Antiquitäten C. Bednarczyk, Vienna; 1986 acquired above, since then private collection, Austria Bruno Grimschitz, Ferdinand Georg Waldmüller, Salzburg 1957, p. 329, no. 582 ”Bildnis eines sitzenden jungen Herrn” (BW-ill.), p. 334, no. 628 falsely as ”Bildnis einer Erzherzogin in hellblauem Kleide” (BW-ill.); Rupert Feuchtmüller, Ferdinand Georg Waldmüller. 1793-1865. Leben, Schriften, Werke, Vienna/Munich 1996, p. 486, WV-no. 686 and 687 (BW-ill.) Ferdinand Georg Waldmüller is undoubtedly one of the most important Austrian artists of the first half of the 19th century. Unlike anyone else he understood how to capture the principles of the Biedermeier period in his paintings whilst overcoming them with his revolutionary claim to capture reality. The high nobility, the imperial family and the bourgeoisie were among his early clients and from the 1820s Ferdinand Georg Waldmüller became one of the most sought-after and productive portraitists of his time. These portraits show Franz Freiherr von Leithner (1783-1855), who lead the Vienna porcelain manufactory from 1842-1855, and his wife Nina. Rupert Feuchtmüller was able to identify the sitters on the basis of portrait comparisons, using two works by Waldmüller from 1846 (WV no. 737 and 739) as examples for comparison. Seated on an armchair, with direct eye contact with the viewer, the artist shows two personalities who present themselves without any pathos - informally and naturally, with a slight smile on their lips. Their elegant clothing and refined accessories captivate the viewer with their virtuoso rendering of the different materials and perfectly demonstrate Waldmüller's mastery in this field.