Bidspirit auction | Alois Schönn: Aufmarsch der Läufer


Alois Schönn: Aufmarsch der Läufer am 1. Mai, nach dem Wettlaufe im Prater (Altwiener Pratergarde) - Alois Schönn Aufmarsch der Läufer am 1. Mai, nach dem Wettlaufe im Prater (Altwiener Pratergarde) Öl auf Leinwand; gerahmt 125 x 206 cm Signiert rechts unten: A. Schönn Rückseitig Nr. 2205 Dorotheum Wien, 17.03.1949, Nr. 104, Tafel 16 (”Altwiener Pratergarde”); Café Bürgertheater, 1030 Wien; seit ca. Mitte der 1980er Jahre Privatbesitz, Wien Vergleiche: Friedrich von Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Hofheim am Taunus 1979, Bd. II/2, S. 638, Nr. 68 Im Habsburger Reich sind seit dem 17. Jahrhundert sogenannte ”Laufer” (Läufer) nachweisbar. Bei dieser Berufsgruppe handelte es sich um junge Männer, die mit langen Stäben in der Hand und in prächtige Uniformen gekleidet, vor den Kutschen vornehmer Besitzer liefen, um diesen den Weg freizumachen, oder in der Nacht mit Fackeln den Weg zu weisen. Darüber hinaus fungierten Laufer auch als Herolde, die Botschaften überbrachten. In Wien bewiesen die laufenden Boten oder herrschaftlichen Galaläufer schon sehr früh vor Publikum ihre sportliche Ausdauer. Bereits unter Karl VI. (1685-1740) wurde es üblich, dass am 1. Mai in der Prater Hauptallee ein Wettrennen der Laufer stattfand. Dieses Spektakel fand bis ins 19. Jahrhundert statt, und Alois Schönn hat auf beeindruckende Weise eine solche Veranstaltung wiedergegeben. Er wählte den Zeitpunkt nach dem Wettlauf. Die Teilnehmer marschieren in einem festlichen Zug, im Gleichschritt und stolzer Haltung, hinter den Standartenträgern und genießen die Aufmerksamkeit des flankierenden Publikums. Detailreich, in außergewöhnlich großem Format, schildert Schönn eine Wiener Tradition, und hält somit deren Glanz und Pracht auf Leinwand fest. Alois Schönn Parade of the runners on 1 May oil on canvas; framed 125 x 206 cm signed on the lower right: A. Schönn on the reverse no. 2205 Dorotheum Vienna, 17.03.1949, no. 104, pl. 16 (”Altwiener Pratergarde”); Café Bürgertheater, 1030 Vienna; since approx. mid 1980s private property, Vienna compare: Friedrich von Boetticher, Malerwerke des 19. Jahrhunderts, Hofheim am Taunus 1979, vol. II/2, p. 638, no. 68 So-called ‘Laufer’ (runners) have been documented in the Habsburg Empire since the 17th century. This professional group consisted of young men dressed in splendid uniforms and carrying long staffs in their hands, who ran in front of the carriages of noble owners to clear the way for them or to show the way with torches at night. Runners also acted as heralds, delivering messages. In Vienna, the running messengers or stately gala runners demonstrated their athletic endurance in front of an audience very early on. Under Charles VI (1685-1740), it became customary for a running race to take place in the Prater Hauptallee on 1 May. This spectacle took place until the 19th century. Alois Schönn has impressively depicted such an event. He chose the time after the race. The participants march behind the standard-bearers in a festive procession, in step and with a proud bearing, enjoying the attention of the flanking audience. Rich in detail and in an exceptional large format, Schönn depicts a Viennese tradition, capturing its splendour and magnificence on canvas.