Bidspirit auction | Leo Putz: Supraporta II


Leo Putz: Supraporta II - Leo Putz Supraporta II 1910 Öl auf Leinwand; gerahmt 106 x 151 cm (Rahmenausschnitt, oval) Signiert rechts unten: Leo Putz Rückseitig Reste eines alten Ausstellungsetiketts mit der Nr. 1024 Galerie Kieselbach, Budapest, 10.12.2004, Nr. 180; Galerie Kieselbach, Budapest, 20.12.2014, Nr. 205; europäischer Privatbesitz 1910 Paris, Münchner Ausstellung angewandter Kunst, Grand Palais, Pariser Herbstsalon, 01.10.-08.11 (im Ausstellungskatalog abgebildet auf S. 8) Art et Décoration, Revue Mensuelle d'Art Moderne, Bd. 28, Juni-Dezember 1910, S. 131 (s/w-Abb.); Günther v. Pechmann, Die Münchner Ausstellung angewandter Kunst im Pariser Herbstsalon, in: Kunst und Handwerk. Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 (hrsg. vom Bayerischen Kunstgewerbe-Verein), Jg. 61, 1910/11, S. 147, Abb. 305; Die Kunst, Monatshefte für freie und angewandte Kunst, Jg. 24, 1911, S. 98-99; Helmut Putz, Leo Putz 1869-1940. Werkverzeichnis in zwei Bänden, Gauting 1994, Band II, Nr. 1422, S. 784 (mit s/w-Abb.) Bereits 1885, im Alter von 16 Jahren, kehrte Leo Putz seinem Heimatort Meran den Rücken, um in München seine künstlerische Ausbildung und erfolgreiche Laufbahn als Maler zu beginnen. Dem ersten Zeichenunterricht bei seinem Stiefbruder Prof. Robert Poetzelberger (1856-1930) folgten ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste München sowie ein Studienaufenthalt in Paris. Im Jahr 1897 wurde Putz Mitglied der Münchener Secession und gründete nur kurze Zeit später zusammen mit einer Reihe anderer junger Malerkollegen die Künstlervereinigung ”Die Scholle” (1899). Um die Jahrhundertwende distanzierte sich Putz vom akademischen Naturalismus und wandte sich der impressionistischen Malweise zu, in der er zu seiner charakteristischen Handschrift fand. Die Natur und der Mensch, die Freilichtmalerei und die reizvolle Darstellung weiblicher Figuren rückten in den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. Dem Umzug des Künstlers und seiner Familie 1923 nach Gauting in Bayern folgte wenig später die Ernennung Putz‘ zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Der ersten Fernreise im Jahr 1929 nach São Paulo schloss sich ein mehrjähriger Aufenthalt des Künstlers und seiner Familie in Argentinien und Brasilien sowie eine außerordentliche Professur Putz‘ in Rio de Janeiro an. Farbenprächtige Darstellungen südländischer Landschaften und Menschen zeichnen die Arbeiten seiner Jahre in Südamerika aus. Zwei Jahre nach der Rückkehr nach Gauting wurde Putz‘ künstlerisches Werk im Rahmen einer großen Ausstellung in München (1935) gewürdigt, bevor der Künstler 1936 vor den Nationalsozialisten zurück nach Meran fliehen musste. Hier widmete sich der Künstler bis zu seinem Tod im Juli 1940 den Motiven seiner Südtiroler Heimat mit ihren Burgen, Schlössern und Landschaften. (Barbara Berger) Leo Putz Supraporta II 1910 oil on canvas; framed 106 x 151 cm (cut-out, oval) signed on the lower right: Leo Putz remains of an old exhibition label with the no. 1024 on the reverse Galerie Kieselbach, Budapest, 10 December 2004, no. 180; Galerie Kieselbach, Budapest, 20 December 2014, no. 205; private property, Europe 1910 Paris, Münchner Ausstellung angewandter Kunst, Grand Palais, Pariser Herbstsalon, 1st October-8 November (illustrated in the exhibition catalogue on p. 8) Art et Décoration, Revue Mensuelle d'Art Moderne, vol. 28, Juni-Dezember 1910, p. 131 (b/w-illus.); Günther v. Pechmann, Die Münchner Ausstellung angewandter Kunst im Pariser Herbstsalon, in: Kunst und Handwerk. Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk since 1851 (ed. vom Bayerischen Kunstgewerbe-Verein), year 61, 1910/11, p. 147, illus. 305; Die Kunst, Monatshefte für freie und angewandte Kunst, year 24, 1911, p. 98-99; Helmut Putz, Leo Putz 1869-1940. Werkverzeichnis in zwei Bänden, Gauting 1994, vol. II, no. 1422, p. 784 (with b/w-illus.)