Bidspirit auction | Josef Hoffmann: Rauchgarnitur


Josef Hoffmann: Rauchgarnitur - Josef Hoffmann Rauchgarnitur Wiener Werkstätte, 1923-25 Messing, leichter Hammerschlagdekor; 5-teiliges Service, bestehend aus: 1 Tablett, 1 Zigarrenschale, 1 Zigarettenschale, 2 Aschenschalen; jeweils auf der Unterseite gemarkt mit Entwerfermonogramm ”JH” und ”WIENER/WERK/STÄTTE” Dm. 31,6 cm (Tablett), H. 4,7 bis 11,2 cm (Schalen) Wiener Werkstätte-Archiv, MAK Wien: Inv.-Nr. WWF 114-9-3 (zeitgenössisches Foto); Verkaufskatalog der Wiener Werkstätte GmbH, Wien 1928, S. 401 Unsere in den 1920er Jahren von Josef Hoffmann entworfene Rauchgarnitur ist ein interessantes Beispiel seiner künstlerischen Entwicklung. Im Gegensatz zu den durch Klarheit, sowie geometrischer Abstraktion charakterisierten, frühen Werken des Künstlers wirkt die 5-teilige Garnitur dynamisch und bewegt. Die besondere Dynamik erreichte Hoffmann einerseits durch die verschiedene Oberflächenbearbeitung: den Kontrast zwischen glattem Spiegel und der mit Hammerschlagdekor versehenen Wandung. Andererseits wurden die Wandungen der Schalen in einer Rechtsdrehung getrieben, welche abrupt bei den Sockelzonen endet, die ihrerseits in einer leichten Linksdrehung getrieben wurden. Dennoch sind die einzelnen Teile - wie für Hoffmann üblich - auf wesentliche Züge reduziert, sodass ihre Funktion allein durch ihre Größenverhältnisse erkennbar wird. Die Rauchgarnitur kann als typisches Beispiel für Hoffmanns Neuinterpretation des Klassizismus gesehen werden. (JK) Josef Hoffmann Smoking Set Wiener Werkstätte, 1923-25 brass, moderate hammered decoration; 5-piece service, consisting of: 1 tray, 1 cigar tray, 1 cigarette tray, 2 ash trays; each on the lower surface marked with designer monogram ”JH” and ”WIENER/WERK/STÄTTE” diam. 31.6 cm (tray), h. 4.7 to 11.2 cm (cups) Wiener Werkstätte archive, MAK Vienna: Inv.-no. WWF 114-9-3 (contemporary photograph); sales catalogue the Wiener Werkstätte GmbH, Vienna 1928, p. 401 Unsere in den 1920er Jahren von Josef Hoffmann entworfene Rauchgarnitur ist ein interessantes Beispiel seiner künstlerischen Entwicklung. Im Gegensatz zu den durch Klarheit, sowie geometrischer Abstraktion charakterisierten, frühen Werken des Künstlers wirkt die 5-teilige Garnitur dynamisch und bewegt. Die besondere Dynamik erreichte Hoffmann einerseits durch die verschiedene Oberflächenbearbeitung: den Kontrast zwischen glattem Spiegel und der mit Hammerschlagdekor versehenen Wandung. Andererseits wurden die Wandungen der Schalen in einer Rechtsdrehung getrieben, welche abrupt bei den Sockelzonen endet, die ihrerseits in einer leichten Linksdrehung getrieben wurden. Dennoch sind die einzelnen Teile - wie für Hoffmann üblich - auf wesentliche Züge reduziert, sodass ihre Funktion allein durch ihre Größenverhältnisse erkennbar wird. Die Rauchgarnitur kann als typisches Beispiel für Hoffmanns Neuinterpretation des Klassizismus gesehen werden. (JK)