Bidspirit auction | Martin van Meytens Umkreis: Erzherzogin


Martin van Meytens Umkreis: Erzherzogin Marie Christine überreicht ihrem Vater sein von ihr gemaltes - Martin van Meytens Umkreis Erzherzogin Marie Christine überreicht im Kreis der kaiserlichen Familie ihrem Vater sein von ihr gemaltes Porträt um 1757 Öl auf Leinwand; gerahmt 61 x 75,5 cm Sammlung E. Wancura, Wien; Dorotheum Wien, 28. November 1972, Lot 80; Sammlung Prof. Richard Steiskal-Paur, Wien; Privatbesitz, Österreich 1969 200 Jahre Albertina. Herzog Albert von Sachsen-Teschen und seine Kunstsammlung, Albertina, Wien, Nr. 36,03 1980 Maria Theresia und ihre Zeit. Zur 200. Wiederkehr ihres Todes, Schloss Schönbrunn, Wien, Nr. 53; Walter Koschatzky, 200 Jahre Albertina. Herzog Albert von Sachsen-Teschen und seine Kunstsammlung, Ausstellungskatalog, Albertina, Wien 1969, S. 42, Nr. 53; Walter Koschatzky, Maria Theresia und ihre Zeit. Zur 200. Wiederkehr ihres Todes, Ausstellungskatalog Schloss Schönbrunn, Wien 1980, S. 217, Nr. 36,03 Das Gemälde zeigt die künstlerisch begabte und favorisierte Tochter Maria Theresias (1717 -1780) Erzherzogin Marie Christine (”Mimi”) (1742-1798) im Kreis der kaiserlichen Familie. Mit Palette in der Hand überreicht die knapp 15-Jährige ihrem Vater, Kaiser Franz Stephan von Lothringen (1708-1765), feierlich sein Porträt, das sie soeben selbst vollendet hat. Stolz wendet sich Franz Stephan seiner Gemahlin Maria Theresia zu, deren Blick den Betrachter unmittelbar in die Szene hineinführt. Das Gemälde besticht durch seine detailreiche Ausführung: die spielerische Darstellung der Kinderfiguren, die reichen Draperien des Baldachins, die feine Spitze der Gewänder sowie die funkelnden Glanzlichter der Kronleuchter verleihen der Szene besondere Lebendigkeit. Im Hintergrund ist zudem ein von Ammen umsorgtes Kind zu erkennen, bei dem es sich vermutlich um den im Dezember 1756 geborenen Erzherzog Maximilian Franz (1756-1801) handelt, was eine Entstehung des Werks um 1757 nahelegt. Das Werk steht in Bezug zu weiteren Darstellungen Meytens der Kaiserfamilie, darunter ”Maria Theresia im Kreise Ihrer Familie” im Schloss Schönbrunn (Inv.-Nr. MD 039813) (Versionen finden sich auch im Palazzo Pitti (Inv. O.d.A. 1911 no. 1431) und im Schloss Versailles (INV 2051, LP 321, INV.1850 4550)), in denen die zahlreichen Kinder um das Kaiserpaar versammelt sind. Ebenso erinnert es an das berühmte Porträt Marie Christines im Ungarischen Nationalmuseum das sie mit ungefähr 8 Jahren beim Zeichnen im Studierzimmer zeigt und ihre schon frühe Begabung als Künstlerin unterstreicht. Im vorliegenden Gemälde tritt sie aus dem Studierzimmer heraus und präsentiert nun im Familienkreis mit bemerkenswerter Selbstsicherheit ihr eigenes Werk neben dem lebenden Modell. Hier findet sich ein Beleg für ihr nicht nur zeichnerisches, sondern auch malerisches Talent. Wahrscheinlich ist das Gemälde als privater Auftrag innerhalb des Hofes entstanden, da nur die engste Familie ohne Ehepartnerinnen und Ehepartner abgebildet wurde. Als solches vermittelt das Kunstwerk eindrücklich ein Bild des höfischen Alltags im Umkreis Maria Theresias. Wir danken Dr. Georg Lechner, Belvedere, Wien, für seine Hilfe bei der Katalogisierung. Circle of Martin van Meytens Archduchess Marie Christine Presents her Father with a Portrait she Painted of Him in the Presence of the Imperial Family c. 1757 oil on canvas; framed 61 x 75,5 cm collection E. Wancura, Vienna; Dorotheum Vienna, 28 November 1972, lot 80; collection Prof. Richard Steiskal-Paur, Vienna; private property, Austria 1969 200 Jahre Albertina. Herzog Albert von Sachsen-Teschen und seine Kunstsammlung, Albertina, Vienna, no. 36,03 1980 Maria Theresia und ihre Zeit. Zur 200. Wiederkehr ihres Todes, Schloss Schönbrunn, Vienna, no. 53; Walter Koschatzky, 200 Jahre Albertina. Herzog Albert von Sachsen-Teschen und seine Kunstsammlung, exhibition catalogue, Albertina, Vienna 1969, S. 42, Nr. 53; Walter Koschatzky, Maria Theresia und ihre Zeit. Zur 200. Wiederkehr ihres Todes, exhibition catalogue Schloss Schönbrunn, Vienna 1980, S. 217, Nr. 36,03 We would like to thank Dr. Georg Lechner, Belvedere, Vienna, for his help with cataloguing.