Bidspirit auction | Johann Peter Krafft: Bildnis der
Johann Peter Krafft: Bildnis der Kaiserin Carolina Augusta (1792-1873), vierte Gemahlin von Kaiser F - Johann Peter Krafft Bildnis der Kaiserin Carolina Augusta (1792-1873), vierte Gemahlin von Kaiser Franz I. 1824 Öl auf Leinwand; gerahmt 62,5 x 42 cm Signiert und datiert rechts unten: PKrafft. / 1824 1896 befand sich das Bild im ehemaligen Arbeitszimmer Kaiser Franz I. in der Wiener Hofburg; Sammlung Sophie Kolm (1856-1937), Wien; deren Nachlass-Auktion durch S. Kende, Wien, 9.2.1937, Nr. 66 (”Porträt einer Fürstin in ganzer Figur”); Dorotheum Wien, 26.5.1937, Nr. 385 (”Bildnis der Kaiserin Karolina Augusta”); Dorotheum Wien, 23.10.1937, Nr. 505; Privatsammlung, Wien; im Erbgang an den derzeitigen Besitzer, (Privatbesitz, Wien) 1896 Wien, Wiener-Congress-Ausstellung, K. K. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie K. K. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie (Hg.), Wiener-Congress-Ausstellung, Ausstellungskatalog, Wien 1896, S. 85, Nr. 431; Marianne Frodl-Schneemann, Johann Peter Krafft. 1780-1856. Monographie und Verzeichnis der Gemälde, Wien/München 1984, S. 152, Nr. 134, S. 79, Tafel 33 (SW-Abb.) Der in Deutschland geborene Johann Peter Krafft erhielt seine erste künstlerische Ausbildung an der Zeichenakademie seiner Heimatstadt Hanau. 1799 wurde der 19-jährige Krafft gemeinsam mit seiner Schwester zu seiner Tante nach Wien geschickt. Dort inskribierte er an der Akademie und studierte bei Heinrich Friedrich Füger. Als er 1802 zum Studium nach Paris reiste, kam er in Kontakt mit Jacques-Louis David und Francois Gérad, die ihn nachhaltig künstlerisch beeinflussten. 1805, wieder in Wien, widmete er sich erstmals der Porträtmalerei. In den kommenden Jahren unternahm er zwei Studienreisen nach Italien, dort war Rom sein Ziel. Im Jahr 1815 heiratete er in Wien Juliana Preisinger, mit der er drei Kinder hatte. 1823 wurde er an die Wiener Akademie als Korrektor und außerordentlicher Professor für Historienmalerei berufen. Seine Karriere nahm ihren Lauf, und in der Folge wurde er 1828 Direktor der kaiserlichen Gemäldegalerie und Schlosshauptmann des Wiener Belvedere, wo er im Kustodentrakt bis zu seinem Tod mit seiner Familie lebte. Die Neuaufstellung und Konservierung der Galerie sowie die Wiederherstellung des verwilderten Belvederegartens waren seine Verdienste. Krafft war der führende Historien- und Porträtmaler des frühen 19. Jahrhunderts in der Donaumonarchie, und sein Schaffen beeinflusste die nachkommende Generation von Künstler des Biedermeiers maßgeblich. Vorliegendes Porträt der Kaiserin Carolina Augusta (1792-1873) entstand 1824. Es handelt sich wohl um ein Musterstück zu einem lebensgroßen Bildnis der Monarchin (siehe M. Frodl, 1984, Kat.-Nr. 135). Sie war die vierte Ehefrau Kaiser Franz I. von Österreich (1768-1835), die 1825 in Preßburg zur Königin von Ungarn gekrönt wurde. Auf dem Gemälde trägt sie ungarische Kleidung und ist mit dem Hochadligen Sternkreuzorden dekoriert. Grazil sitzt die junge Kaiserin auf einem schlichten Thron unter einem Baldachin. Ihr anmutiges Wesen, die realistische Malweise ihres prächtigen Gewandes, dessen Stofflichkeit mit seinen Glanzlichtern und exquisiten Details die die Blicke des Betrachters auf sich ziehen, nehmen Aspekte der Biedermalerei, wie sie erst Jahre später zur vollen Entfaltung kommen soll, vorweg. Carolina Augusta war die zweite Tochter von Maximilian I. Joseph König von Bayern. 1808 heiratete sie Kronprinz Wilhelm, später König von Württemberg, diese Ehe wurde geschieden und 1816 ehelichte sie den dreifachen Witwer Kaiser Franz I. von Österreich. Das Paar blieb kinderlos, ihre Ehe war aber entgegen jeder Erwartung eine glückliche. Die Kaiserin widmete sich vor allem karitativen Aufgaben und war als Mäzenin tätig. Sie überlebte ihren Ehemann um 38 Jahre, und verbrachte nach seinem Tod die Sommermonate regelmäßig in Salzburg. Dort übernahm sie die Patronanz über das städtische Museum, welches bis 2007 Museum Carolino Augusteum hieß. Die beliebte ”Kaiserin-Witwe” starb hochbetagt mit 81 Jahren, und wurde in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt. (MS) Johann Peter Krafft Portrait of Empress Carolina Augusta (1792–1873), Fourth Wife of Emperor Franz I. 1824 oil on canvas; framed 62,5 x 42 cm Signiert und datiert rechts unten: PKrafft. / 1824 In 1896, the painting was located in the former study of Emperor Franz I in the Vienna Hofburg; collection of Sophie Kolm (1856–1937), Vienna; her estate sale conducted by S. Kende, Vienna, 9.2.1937, no. 66 (”Porträt einer Fürstin in ganzer Figur”); Dorotheum, Vienna, 26.5.1937, no. 385 (”Bildnis der Kaiserin Karolina Augusta”); Dorotheum, Vienna, 23.10.1937, no. 505; Private collection, Vienna; by descent to the present owner (private collection, Vienna). 1896 Vienna, Wiener-Congress-Ausstellung, K. K. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie K. K. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie (ed.), Wiener-Congress-Ausstellung, exhibition catalogue,