Bidspirit auction | Theodor von Hörmann: Blick auf
Theodor von Hörmann: Blick auf Znaim von der Wiener Straße aus - Theodor von Hörmann Blick auf Znaim von der Wiener Straße aus um 1881/1882 Öl auf Leinwand; gerahmt 36 x 47 cm Rückseitig handschriftlich bezeichnet: Znaim 1891 Kunsthandlung Löscher, Wien; Privatbesitz, Österreich Theo Braunegger, Theodor von Hörmann. Wien 1970, S. 205, Abb. WV-Nr. D.53; Marianne Hussl-Hörmann, Theodor von Hörmann 1840-1895. Monographie mit Verzeichnis der Gemälde, Auktionshaus im Kinsky (Hg.), Wien 2013, S. 191, WV-Nr. I.148 (Farbabb.) Der österreichische Maler Theodor Hörmann studierte von 1873 bis 1875 an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Eduard Peithner von Lichtenfels und Anselm Feuerbach. Nach zahlreichen Studienreisen, unter anderem nach Frankreich, verlegte er 1890 seinen Wohnsitz nach Znaim, einer Stadt an der Thaya in Mähren. Diese Entscheidung lässt sich als bewusste Abkehr von der künstlerisch wie gesellschaftlich verdichteten Atmosphäre der Hauptstadt Wien verstehen. Der Rückzug in die ländliche Umgebung erinnert an vergleichbare Entwicklungen bei den Malern von Barbizon oder den französischen Impressionisten und entsprang dem Wunsch, unberührte Natur unmittelbar zu erleben und neue schöpferische Impulse zu gewinnen. Die Hinwendung zur Natur und zur Freilichtmalerei findet ihren Ausdruck in den stilistischen Merkmalen des vorliegenden Gemäldes. Dazu zählen die skizzenhafte Behandlung der Figuren, der pastose und zugleich fein nuancierte Farbauftrag, sowie die souveräne Komposition. Dies lässt auf eine Entstehung in der Übergangszeit unmittelbar vor dem Aufenthalt Hörmanns in Frankreich (1886-1890) schließen. In dieser Phase setzte er sich erstmals intensiv mit impressionistischen Gestaltungsprinzipien auseinander. Eine eindeutige zeitliche Einordnung des vorliegenden Gemäldes konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Es existieren jedoch Skizzen aus dem Jahr 1881, die seine erstmalige Beschäftigung mit der Umgebung von Znaim belegen. (KF) Theodor von Hörmann View of Znaim from the Wiener Strasse c. 1881/1882 oil on canvas; framed 36 x 47 cm Handwritten inscription on the reverse: Znaim 1891 art dealer Löscher, Vienna; private property, Vienna Theo Braunegger, Theodor von Hörmann. Vienna 1970, p. 205, illus. cat-no. D.53; Marianne Hussl-Hörmann, Theodor von Hörmann 1840-1895. Monographie mit Verzeichnis der Gemälde, Auktionshaus im Kinsky (ed.), Vienna 2013, p. 191, cat.-no. I.148 (colour illus.) Der österreichische Maler Theodor Hörmann studierte von 1873 bis 1875 an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Eduard Peithner von Lichtenfels und Anselm Feuerbach. Nach zahlreichen Studienreisen, unter anderem nach Frankreich, verlegte er 1890 seinen Wohnsitz nach Znaim, einer Stadt an der Thaya in der damaligen Markgrafschaft Mähren. Diese Entscheidung lässt sich als bewusste Abkehr von der künstlerisch wie gesellschaftlich verdichteten Atmosphäre der Hauptstadt Wien verstehen. Der Rückzug in die ländliche Umgebung erinnert an vergleichbare Entwicklungen bei den Malern von Barbizon oder den französischen Impressionisten und entsprang dem Wunsch, unberührte Natur unmittelbar zu erleben und neue schöpferische Impulse zu gewinnen. Die Hinwendung zur Natur und zur Freilichtmalerei findet ihren Ausdruck in den stilistischen Merkmalen des vorliegenden Gemäldes. Dazu zählen die skizzenhafte Behandlung der Figuren, der pastose und zugleich fein nuancierte Farbauftrag sowie die souveräne Komposition. Dies lässt auf eine Entstehung in der Übergangszeit unmittelbar vor dem Aufenthalt Hörmanns in Frankreich (1886-1890) schließen. In dieser Phase setzte er sich erstmals intensiv mit impressionistischen Gestaltungsprinzipien auseinander. Eine eindeutige zeitliche Einordnung des vorliegenden Gemäldes konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Es existieren jedoch Skizzen aus dem Jahr 1881, die seine erstmalige Beschäftigung mit der Umgebung von Znaim belegen. (KF)