Bidspirit auction | Alfons Walde: Trattalmen
Alfons Walde: Trattalmen - Alfons Walde Trattalmen um 1932 Öl auf Karton; gerahmt 41 x 59 cm Signiert links unten: A. Walde Originales Künstleretikett mit eigenhändiger Bezeichnung und Widmung rückseitig auf Karton: ”Trattalmen” / Meinem Freunde u. Helfer / A. Walde Originalrahmen direkt vom Künstler erhalten (Widmung auf Künstleretikett); seither in Familienbesitz, Privatbesitz, Österreich Gert Ammann, Michael Walde-Berger, Alfons Walde. 1891-1958. Monografie mit Verzeichnis der Werke in Öl, Tempera, Aquarell, Pastell, Ölkreide, Buntstift, Mischtechnik und in Freskotechnik, Kitzbühel 2025, Nr. 3104, Abb. S. 685 Die ”Trattalmen” oberhalb von Kitzbühel waren im Sommer wie im Winter ein beliebtes Bildsujet von Alfons Walde, jedoch ist der für das vorliegende Gemälde gewählte Blickwinkel auf die ”Almen im Schnee” äußerst selten. Mit Landschaftsmotiven wie diesem schuf Walde den Inbegriff der Winteridylle in den Tiroler Bergen. Das rückseitig auf dem originalen Etikett eigenhändig vom Künstler bezeichnete Bild ist ein kraftvolles Zeugnis seiner Malerei, die von der Farbe und dem Licht lebt. Neben dem strahlenden, tiefen Blau des Himmels fasziniert das für Walde charakteristische, leuchtende Weiß, mit dem er sich als unbestrittener ”Maler des Schnees” in die österreichische Kunstgeschichte eingeschrieben hat. Ein Weiß, das sich aus nuancenreichen Farbpartikeln zusammensetzt und sich mit den Blau-Schattierungen zu einer stimmungsvollen Harmonie vereint. Wie ein Bildhauer modelliert der Maler und verwandelt die über die Landschaft gelegte Schneedecke in eine weich gewölbte, amorphe Masse, aus der sich Hügel, Mulden und Kuppen wie von selbst formen und verstreut Bauernhöfe auftauchen. Unter der Wintersonne durch das subtile Spiel von Licht- und Schattenzonen belebt, wird die Schönheit der Natur zum alleinigen Protagonisten, kein Zeichen der technisierten Welt stört die Stille der winterlichen Bergeinsamkeit. Kompositorisch raffiniert leitet Walde den Blick von einem leicht erhöhten Vordergrund über einen tiefer gelegten Mittelgrund mit weichen Hügelformationen zum kulissenartig in die Höhe ragenden Bergmassiv im Hintergrund. Ganz oben wird der Blick auf ein wolkenloses Himmelsstück freigegeben. Unverkennbar ist schließlich die in einer schönen Wellenbewegung gesetzte Signatur ”A. Walde” links unten. (Claudia Mörth-Gasser) Alfons Walde Trattalmen c. 1932 oil on cardboard; framed 41 x 59 cm signed on the lower left: A. Walde original artist's label with inscription and dedication by the hand of the artist on the reverse on cardboard: ”Trattalmen” / Meinem Freunde u. Helfer / A. Walde original frame directly from the artist (dedication on artist label); since then in family property, private property, Austria Gert Ammann, Michael Walde-Berger, Alfons Walde. 1891-1958. Monografie mit Verzeichnis der Werke in Öl, Tempera, Aquarell, Pastell, Ölkreide, Buntstift, Mischtechnik und in Freskotechnik, Kitzbühel 2025, no. 3104, illus. p. 685