Bidspirit auction | Arnulf Rainer: Bergrücken
Arnulf Rainer: Bergrücken - Arnulf Rainer Bergrücken 1967 Mischtechnik auf Papier; gerahmt 30 x 43,5 cm Signiert, datiert und bezeichnet rechts unten: A. Rainer, 67, Bergrücken österreichischer Privatbesitz Ausstellungskatalog, Dieter Honisch-Jensen, Arnulf Rainer. Nationalgalerie Berlin, Berlin 1980, Abb. 189, S. 94. Arnulf Rainer ist ein Künstler mit zahlreichen und immer wieder überraschenden Werkgruppen. Seine künstlerischen Anfänge sind geprägt von surrealen Zeichnungen, danach folgen 1951/52 informelle Zentral- und Vertikalgestaltungen und 1953/54 Proportionsstudien zu Farbe und Form. Aus all diesen Vorarbeiten entwickelt er seine Bildsprache der Übermalung. Bilder in Schwarz oder monochromer Farbe, alles verdeckend bis auf einen notwendigen Rest. Parallel dazu entstehen gestische Arbeiten. Bögen und Kurven aus sich überschreibenden Strichfolgen. Ab den 1960er Jahren beginnt Arnulf Rainer sich für die Art Brut zu interessieren, sammelt diese Arbeiten weltweit und studiert sie. In einer kurzen Phase entstehen LSD – Arbeiten. Die Ausschaltung des Bewusstseins durch kontrollierten Drogenkonsum ist für ihn ein Mittel sich diesen Dingen zu nähern. So auch diese vorliegenden Landschaften in Aquarelltechnik. Die Landschaft ist definiert durch den Horizont, Berg, Bergrücken. Der Körper einer Landschaft zeigt sich somit durch den Umriss durch sein Profil. Die Farbe verstärkt die Wirkung. Abendstimmung, Sonnenaufgang oder Untergang. Arnulf Rainer ist immer auf der Suche nach der besonderen Wahrnehmung. Er ist ein Meister der Reduktion, der minimalistischen Grenzerfahrung. Landschaftliche Themen dargestellt durch die physische Gestalt einer Landschaft bearbeitet Rainer in Übermalungen und Radierungen seines gesamten Oeuvres und mit wiederkehrenden Bezeichnungen wie Berg, Tal, Halde, Zusammenfluss, Bergrücken, Becken, Hügel usw. Diese beiden Blätter sind aufgrund ihrer Technik und Ausdruck eine besondere Rarität. Ab 1968 entwickelt der Künstler auch erste körpersprachliche Formulierungen wie groteske Profilzeichnungen und phantasmagorischen Porträts. Eine Werkphase die den Übergang zu der umfassenden Serie der Face Farces und Body Poses einleitet. (Christa Armann) Arnulf Rainer Bergrücken 1967 mixed media on paper; framed 30 x 43.5 cm signed, dated and inscribed on the lower right: A. Rainer, 67, Bergrücken private property, Austria exhibition catalogue, Dieter Honisch-Jensen, Arnulf Rainer. Nationalgalerie Berlin, Berlin 1980, illus. 189, p. 94