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Rudolf Polanszky: Illustration aus: Der musikalische Affe 2 - Rudolf Polanszky Illustration aus: Der musikalische Affe 2 2001 Fotografien, Collage, Bleistift, Filzstift auf Papier auf Holz; gerahmt 152,5 x 152,5 cm (mit Rahmen) Signiert und datiert rechts unten: Polanszky, 2001 Bezeichnet unten: Illustration aus ”der musikalische Affe II- Gedächtnis und Musik” 2005 Galerie Hohenlohe; seither Privatbesitz, Wien Vgl. Rudolf Polanszky, Alexandra Schantl (Hg.), Translinear Structures. Krems 2015, S. 81. Seit den 1970er-Jahren setzt sich der Wiener Künstler Rudolf Polanszky mit komplexen Wahrnehmungsprozessen und experimentellen Versuchsanordnungen auseinander. Frühwerke wie seine Fettzeichnungen oder Sprungfederbilder loten das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Intuition, Zufall und Absicht aus. Anstatt festen Gestaltungsregeln zu folgen, suchte Polanszky gezielt nach Wegen, Denkweisen zu hinterfragen, neu zu ordnen und gewohnte Sehgewohnheiten zu irritieren. Seine Kunst gleicht einem fortwährenden Erkenntnisprozess, in dem Materialien, Formen und Bedeutungen in Bewegung geraten und sich in offenen Systemen neu verknüpfen. Seit den 1980er-Jahren erweitert Polanszky seine Praxis kontinuierlich um filmische und fotografische Arbeiten, die wie seine Malereien und Materialbilder aus dem Spannungsfeld von Analyse und Intuition hervorgehen. In seiner konzeptuellen Serie Der musikalische Affe, die in drei Fassungen realisiert wurde, ging es ihm, wie er selbst betonte, ”um die Visualisierung von konkreten Vorstellungen wie Teilungen und Symmetrie.” (Zitat aus: Alexandra Schantl (Hg.): Rudolf Polanszky. Translineare Strukturen, Bielefeld 2015, S. 11). Dabei stand nicht eine inhaltliche Aussage im Vordergrund, sondern die formale Verdichtung von Wahrnehmungsprozessen, die im realen Kontext andere Bedeutungen annehmen können. Polanszky verknüpft Denkmodelle mit spielerischer Freiheit und setzt scheinbar gegensätzliche Prinzipien in ein produktives Verhältnis zueinander. Das vorliegende Werk bezieht sich auf die zweite Fassung. ”Mir hat der Titel gut gefallen, weil er einerseits auf unsere evolutionäre Genealogie hinweist und das Musikalische anderseits für den abstrakten Impetus steht, der uns eine andere Dimension erfahren lässt. Das war auch der Ausgangspunkt für das nie ganz zu Ende gebrachte Projekt Der musikalische Affe II / Gedächtnis und Musik, bei dem es um so schwer benennbare Qualitäten wie Harmonie geht, die in allen Kulturen mit bestimmten Vorstellungen verknüpft sind. Die Musik spielt dabei als Übertragungsmedium von Empfindungen oder vielmehr Gefühlsinformationen eine wesentliche Rolle”, (Zitat aus: Alexandra Schantl (Hg.): Rudolf Polanszky. Translineare Strukturen, Bielefeld 2015, S. 12) so Polanszky. (Stefan Üner) Rudolf Polanszky Illustration aus ”der musikalische Affe II- Gedächtnis und Musik” 2001 photographs, collage, pencil, felt-tip pen on paper on wooden panel; framed 152.5 x 152.5 cm (incl. frame) signed and dated on the lower right: Polanszky, 2001 inscribed at the bottom: Illustration aus ”der musikalische Affe II- Gedächtnis und Musik” 2005 Galerie Hohenlohe; since then private property, Vienna cf. Rudolf Polanszky, Alexandra Schantl (ed.), Translinear Structures. Krems 2015, p. 81