Bidspirit auction | Kolo Moser (Montierung) und Gisela


Kolo Moser (Montierung) und Gisela Falke (Vase): Vase mit Metallmontierung - Kolo Moser (Montierung) und Gisela Falke (Vase) Vase mit Metallmontierung Wiener Kunstgewerbeschule, 1899 farbloses Glas, Messingmontierung, vernickelt H. 19,5 cm Sammlung Berta Zuckerkandl, Wien Diese im Jahr 1899 entstandene Vase ist ein besonders gutes Beispiel für die Zusammenarbeit der Wiener Kunstgewerbeschule mit österreichischen Gewerbebetrieben: Die Kunstgewerbeschule, namentlich ihre Lehrer Josef Hoffmann, Koloman Moser, Berthold Löffler, und ihre Schüler schufen Entwürfe für kunstgewerbliche Gegenstände; private Unternehmen haben diese Entwürfe erworben, haben sie produziert, verkauft und an die Kunstgewerbeschule sowie die jungen Künstler Entgelte (=Lizenzen) bezahlt. So auch hier: Die Entwürfe für die Form des Glases und der metallenen Montierung stammen aus der Kunstgewerbeschule, sehr wahrscheinlich von Koloman Moser und Robert Holubetz. Der Glasverleger E. Bakalowits‘ Söhne hat die Entwürfe ”gekauft” und sich das Recht einräumen lassen, den Dekor des Glases zu variieren. Bei unserem Objekt ist seine Entscheidung auf den damals erfolgreichen reliefierten Dekor ”Fiametta”, der von der Schülerin an der Kunstgewerbeschule Gisela von Falke entworfen worden war, gefallen. Produziert ist das Glas – gleichfalls eine Entscheidung von Bakalowits – von der im heutigen Tschechien gelegenen Glasfabrik Meyr’s Neffe worden. (EP) Koloman Moser (Montierung) and Gisela Falke (Vase) Vase with metal mount Wiener Kunstgewerbeschule, 1899 colourless glass, brass mounting, nickel-plated h. 19,5 cm Collection Berta Zuckerkandl, Vienna Diese im Jahr 1899 entstandene Vase ist ein besonders gutes Beispiel für die Zusammenarbeit der Wiener Kunstgewerbeschule mit österreichischen Gewerbebetrieben: Die Kunstgewerbeschule, namentlich ihre Lehrer Josef Hoffmann, Koloman Moser, Berthold Löffler, und ihre Schüler schufen Entwürfe für kunstgewerbliche Gegenstände; private Unternehmen haben diese Entwürfe erworben, haben sie produziert, verkauft und an die Kunstgewerbeschule sowie die jungen Künstler Entgelte (=Lizenzen) bezahlt. So auch hier: Die Entwürfe für die Form des Glases und der metallenen Montierung stammen aus der Kunstgewerbeschule, sehr wahrscheinlich von Koloman Moser und Robert Holubetz. Der Glasverleger E. Bakalowits‘ Söhne hat die Entwürfe ”gekauft” und sich das Recht einräumen lassen, den Dekor des Glases zu variieren. Bei unserem Objekt ist seine Entscheidung auf den damals erfolgreichen reliefierten Dekor ”Fiametta”, der von der Schülerin an der Kunstgewerbeschule Gisela von Falke entworfen worden war, gefallen. Produziert ist das Glas – gleichfalls eine Entscheidung von Bakalowits – von der im heutigen Tschechien gelegenen Glasfabrik Meyr’s Neffe worden. (EP)