Bidspirit auction | Friedrich Gauermann: Pferd bei einem
Friedrich Gauermann: Pferd bei einem Zaun - Friedrich Gauermann Pferd bei einem Zaun 1847 Öl auf Holz; gerahmt 39 x 30 cm Signiert rechts unten: F. Gauermann Herr Leistler (laut Einnahmebuch für 500 Dukaten 1847 gekauft); Dorotheum Wien, 19.06.1979, Nr. 50, Tafel XXXI (Farbabb.); Privatsammlung, Österreich Rupert Feuchtmüller, Friedrich Gauermann. 1807-1862. Der Tier- und Landschaftsmaler des österreichischen Biedermeier, Wien 1962, S. 190, Nr. E 201; Rupert Feuchtmüller, Friedrich Gauermann. 1807-1862, Rosenheim 1987, S. 296, Nr. 249 (SW-Abb.) Friedrich Gauermann, geboren 1807 in Miesenbach, Niederösterreich, war Sohn des Landschaftsmalers Jakob Gauermann. Gemeinsam mit seinem Bruder Carl erhielt er die erste künstlerische Ausbildung durch den Vater. Ab 1821 entstanden erste Naturstudien und Kopien nach Alten Meistern, frühe Hinweise auf Gauermanns Verbundenheit mit der Natur und ihrer genauen Beobachtung. Das vorliegende Gemälde zeigt ein Arbeitspferd im Mittelpunkt der Komposition, ruhig im Raum stehend, leicht diagonal zum Bild aufgebaut. Sein Blick wendet sich nach rechts, in Richtung einer einfachen Holzhütte, die am Bildrand erscheint, jedoch nur teilweise sichtbar bleibt. In unmittelbarer Nähe des Tieres, im Halbschatten am Fuß eines Baumes, dessen geschwungene Form sich über das Tier erhebt, befinden sich Egge und Zuggeschirr, welche auf einen langen Arbeitstag hindeuten, der nun seinem Ende entgegengeht. Ein schlichter, bereits verfallender Holzzaun umgibt das Tier. Nahe des Zauns ist ein einzelnes Schaf dargestellt, das im Moment des Grasens festgehalten ist. Dieser Handlungsmoment bringt eine subtile Bewegung in die ansonsten sehr ruhige, beinahe kontemplative Szenerie, die von körperlicher Erschöpfung und dem nahenden Tagesende durchzogen scheint. Der Himmel, der den größten Teil des Bildraums einnimmt, ist hell und weit. Die tief stehende Abendsonne beleuchtet das Pferd von der Seite, wodurch sein Körper akzentuiert wird. Dieser Lichtakzent verleiht der Szene eine stille, fast poetische Stimmung, ohne dramatisch zu wirken. (KF) Friedrich Gauermann Horse by a Fence 1847 oil on panel; framed 39 x 30 cm Signed on the lower right: F. Gauermann Mr. Leistler (Purchased in 1847 for 500 ducats, according to the revenue ledger); Dorotheum Vienna, 19.06.1979, no. 50, plate XXXI (colour illus.); private property, Austria Rupert Feuchtmüller, Friedrich Gauermann. 1807-1862. Der Tier- und Landschaftsmaler des österreichischen Biedermeier, Vienna 1962, p. 190, no. E 201; Rupert Feuchtmüller, Friedrich Gauermann. 1807-1862, Rosenheim 1987, p. 296, no. 249 (b./w.-illus.) Friedrich Gauermann, geboren 1807 in Miesenbach, Niederösterreich, war Sohn des Landschaftsmalers Jakob Gauermann. Gemeinsam mit seinem Bruder Carl erhielt er die erste künstlerische Ausbildung durch den Vater. Ab 1821 entstanden erste Naturstudien und Kopien nach Alten Meistern, frühe Hinweise auf Gauermanns Verbundenheit mit der Natur und ihrer genauen Beobachtung. Das vorliegende Gemälde zeigt ein Arbeitspferd im Mittelpunkt der Komposition, ruhig im Raum stehend, leicht diagonal zum Bild aufgebaut. Sein Blick wendet sich nach rechts, in Richtung einer einfachen Holzhütte, die am Bildrand erscheint, jedoch nur teilweise sichtbar bleibt. In unmittelbarer Nähe des Tieres, im Halbschatten am Fuß eines Baumes, dessen geschwungene Form sich über das Tier erhebt, befinden sich Egge und Zuggeschirr, welche auf einen langen Arbeitstag hindeuten, der nun seinem Ende entgegengeht. Ein schlichter, bereits verfallender Holzzaun umgibt das Tier. Nahe des Zauns ist ein einzelnes Schaf dargestellt, das im Moment des Grasens festgehalten ist. Dieser Handlungsmoment bringt eine subtile Bewegung in die ansonsten sehr ruhige, beinahe kontemplative Szenerie, die von körperlicher Erschöpfung und dem nahenden Tagesende durchzogen scheint. Der Himmel, der den größten Teil des Bildraums einnimmt, ist hell und weit. Die tief stehende Abendsonne beleuchtet das Pferd von der Seite, wodurch sein Körper akzentuiert wird. Dieser Lichtakzent verleiht der Szene eine stille, fast poetische Stimmung, ohne dramatisch zu wirken. (KF)