Bidspirit auction | Hermann Armin Kern: Der Jäger
Hermann Armin Kern: Der Jäger - Hermann Armin Kern Der Jäger Öl auf Leinwand; gerahmt 48 x 31,5 cm Signiert rechts unten: Kern H. Dorotheum Wien, 4.12.1986, Nr. 753, Tafel LXXXV (Farbabb.); Privatsammlung, Österreich Hermann Armin Kern - ein Meister des Genrebildes mit kaiserlicher Anerkennung Hermann Kern ist einer der namhaftesten Genremaler des 19. Jahrhunderts. Die Werke des Künstlers zeichnen sich durch eine bemerkenswerte technische Brillanz und einen feinsinnigen Humor aus, der beim Betrachter oft ein Schmunzeln hervorruft. Auch Kaiser Franz Joseph I. schätzte das Können des Künstlers, der zeitweise als Hofmaler für den Wiener Hof tätig war. Am 14. März 1838 wurde Kern in der damals ungarischen Stadt Liptóújvár (heute Slowakei) geboren. Früh manifestierte sich sein künstlerisches Talent. Unter der Förderung seines Vaters, des renommierten Gerichtsmediziners Benjamin von Kern, begann er seine Ausbildung in Levoča bei Theo Böhm, setzte sie in Prag bei Jozef Božetech Klemens fort und schloss sie schließlich an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter Carl Rahl ab. Ein Stipendium ermöglichte ihm den weiteren Werdegang in Düsseldorf. Später war er in München im Atelier des renommierten Carl Theodor von Piloty tätig, wo er gemeinsam mit Franz Defregger und Hermann Kaulbach arbeitete. Nach Stationen in Budapest und München ließ sich Kern mit seiner Familie im Jahr 1876 in Wien nieder, wo er eine produktive Schaffenszeit als Porträt- und Genremaler erlebte. Besonders hervorzuheben sind seine lebendigen Darstellungen des ungarischen Volkslebens sowie seine detailreichen Interieurs mit Mönchen, Musikern oder Handwerkern, wie er sie im kleinen Ort Maria Enzersdorf, seinem letzten Wohnsitz, fand. Neben der Malerei galt seine Leidenschaft auch der Musik, wobei er als talentierter Pianist eine enge Freundschaft mit Franz Liszt pflegte. (KF) Hermann Armin Kern The Hunter oil on canvas; framed 48 x 31,5 cm Signed on the lower right: Kern H. Dorotheum Vienna, 4.12.1986, no. 753, plate LXXXV (colour illus.); private collection, Austria