Bidspirit auction | Hermann Nitsch: o.T. (Schüttbild aus


Hermann Nitsch: o.T. (Schüttbild aus der Serie IV/95/2) - Hermann Nitsch o.T. (Schüttbild aus der Serie IV/95/2) 1995 Blut, rote Farbe auf Jute; ungerahmt 189 x 300 cm Rückseitig signiert und datiert: Hermann Nitsch, 1995 Das Bild entstand während der 37. Malaktion des Künstlers, am 8. und 9. Oktober 1995 in Mürzzuschlag, Steiermark. Peter Baum. Archiv, Bibliothek, Sammlung, Museum Liaunig, Neuhaus 2019. Ausstellungskatalog, Peter Baum. Archiv, Bibliothek, Sammlung, Museum Liaunig, Neuhaus 2019, Abb. S. 28. ”meine aktionsmalerei ist die visuelle grammatik meines aktionstheaters auf einer bildfläche.” (Hermann Nitsch, 1964, auf https://www.nitsch.org/malaktionen/, aufgerufen am 20.4.2026) Die Malerei ist bei Hermann Nitsch eine der Disziplinen seines Orgien Mysterien Theaters. Sie wurzelt in der Kunst des Aktionismus und ist somit Ursprung aber auch gleichzeitig Ergebnis des Gesamtkonzepts des Orgien Mysterien Theaters. Dabei nehmen die reinen Malaktionen neben jenen Aktionen, die Gesang und theatralische Abläufe beinhalten, einen wichtigen Stellenwert im Schaffen des Künstlers ein. Die Malerei Hermann Nitschs sprengt ”die Dimensionen des Tafelbildes, erobert flächendeckend die Wand und greift als umfassende Installation in den Raum ein” (https://www.albertina.at/site/assets/files/7041/pressemappe_nitsch-1.pdf, aufgerufen am 20.4.2026). Auch hier geht es darum, die Sinne der Betrachterin, des Betrachters anzusprechen, die Wahrnehmung und das Erleben mittels der Malerei zu intensivieren. Der Prozess des Malens an sich wird nachvollziehbar gemacht: ”ich wollte zeigen, wie das verschütten, verspritzen und verschmieren und verplantschen von roter farbflüssigkeit beim beschauer sinnlich-intensive erregung hervorrufen kann, zu sinnlich-intensivem empfinden auffordert.” (Hermann Nitsch auf: https://www.nitsch.org/malaktionen/, aufgerufen am 20.4.2026) 1995 findet im Kunsthaus in Mürzzuschlag in der Steiermark Hermann Nitschs 37. Malaktion statt. Die Bilder entstehen größtenteils auf am Boden liegender weiß grundierter Jute. Ölfarbe und Blut werden großflächig auf den Bildträgern verschüttet und danach vom Künstler mit Händen bearbeitet. Die Farbe wird mit allen Sinnen erfasst: ”Substanzsinnlichkeit” nennt der Künstler das. Diese Bodenschüttbilder sind richtungslos, sie haben kein vordefiniertes Oben und Unten und können auf verschiedene Weise präsentiert und gehängt werden. Die Signatur auf der Rückseite gibt lediglich Aufschluss darüber, in welcher Ausrichtung der Künstler selbst das Werk sieht. Das Ziel des Künstlers ist es, ”von der noch stilisierten malaktion zum arbeiten mit wirklichkeit zu gelangen. farbe wurde zu blut, die bildfläche wurde zur wirklichkeit der wand” (auf: https://www.nitsch.org/malaktionen/, aufgerufen am 20.4.2026). (Sophie Cieslar) Peter Baum. Archiv, Bibliothek, Sammlung, Museum Liaunig, Neuhaus 2019. Ausstellungskatalog, Peter Baum. Archiv, Bibliothek, Sammlung, Museum Liaunig, Neuhaus 2019, Abb. S. 28. Hermann Nitsch Untitled (”Schüttbild” from the IV/95/2) 1995 blood, red colour on jute; unframed 189 x 300 cm signed and dated on the reverse: Hermann Nitsch, 1995 This work was created during the artist's 37th painting action on October 8 and 9, 1995 in Mürzzuschlag, Styria. Peter Baum. Archiv, Bibliothek, Sammlung, Museum Liaunig, Neuhaus 2019. exhibition catalogue, Peter Baum. Archiv, Bibliothek, Sammlung, Museum Liaunig, Neuhaus 2019, illus. p. 28. Peter Baum. Archiv, Bibliothek, Sammlung, Museum Liaunig, Neuhaus 2019. exhibition catalogue, Peter Baum. Archiv, Bibliothek, Sammlung, Museum Liaunig, Neuhaus 2019, illus. p. 28.