Bidspirit auction | Xenia Hausner: Der geteilte Himmel


Xenia Hausner: Der geteilte Himmel - Xenia Hausner Der geteilte Himmel 1999 Acryl auf Hartfaser; gerahmt 111 x 179 cm Rückseitig monogrammiert und datiert: X.H., 99 Rückseitiges Galerienetikett der Forum Gallery, New York. 2002 direkt von der Künstlerin; seither Privatsammlung, Deutschland Staatliches Russisches Museum St. Petersburg, Xenia Hausner. Kampfzone, 14. September - 17. Oktober 2000. Wieland Schmied (Hg.), Xenia Hausner. Kampfzone, Köln 1999, Abb. S. 60-61. Xenia Hausner zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen Österreichs. Sie wurde 1951 in Wien geboren und studierte Bühnenbild in Wien und London. Zunächst arbeitete sie viele Jahre erfolgreich international für Theater- und Opernhäuser, bevor sie sich ab 1992 ganz der Malerei widmete. International bekannt wurde sie durch ihre großformatigen, farbintensiven Gemälde in figurativer Bildsprache. Charakteristisch für ihre Werke sind kräftige, oft unnatürliche Farben sowie eine bewusst künstliche und inszenierte Bildwirkung, die an Fotografie oder Film erinnert. Inhaltlich beschäftigen sich ihre Bilder häufig mit Fragen der Identität, Beziehungen und Wahrnehmung. Frauenfiguren spielen dabei eine zentrale Rolle und stehen bei Hausner stellvertretend für den Menschen allgemein. Das Gemälde ”Der geteilte Himmel” von 1999 zeigt eine frontal dargestellte weibliche Figur, die den Betrachtenden direkt ansieht. Sie sitzt hinter einem Tisch und ist von geometrischen Gegenständen umgeben: links ein Winkelmaß, in der Mitte ein dunkler Kegel und rechts ein halbkreisförmiges Element. Die Figur trägt ein schwarzes Oberteil und eine auffällige rote Kopfbedeckung. Besonders auffällig ist die klare Zweiteilung des Bildes. Der Hintergrund ist in zwei farblich unterschiedliche Hälften gegliedert: links warme Gelb- und Grüntöne, rechts helle, kühlere Farben. Auch das Gesicht der Figur liegt fast auf dieser Trennlinie. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Person zwischen zwei Welten oder Gegensätzen steht. Diese Spaltung spiegelt sich auch in der Titelwahl des Bildes wider. Die Gegenstände wirken bewusst inszeniert und symbolisch. Sie können für Ordnung und Rationalität stehen, während die Figur Individualität und Emotionalität verkörpert. So entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Objektwelt, Gefühl und Struktur. Insgesamt thematisiert das Werk innere Zerrissenheit, Identität und Gegensätze. Über die Kunst meinte Hausner einmal: ”Letztendlich muss das Bild nur als Projektionsfläche taugen – diesen doppelten Boden muss es mitbringen. Ich gebe keine Gebrauchsanweisungen oder Leseanleitungen. Im Gegenteil. Eindeutige Lesearten sind langweilig. Das Leben ist ein Fragezeichen. Kunst muss geheimnisvoll, unangepasst und irrational sein.” (Zitat aus: Xenia Hausner. True Lies, hg. v. Elsy Lahner u. Klaus Albrecht Schröder, Ausst.-Kat. Albertina, Wien 19.03.–27.06.2021, München 2020, S 50.) (Stefan Üner) 2002 direkt von der Künstlerin; seither Privatsammlung, Deutschland Staatliches Russisches Museum St. Petersburg, Xenia Hausner. Kampfzone, 14. September - 17. Oktober 2000. Wieland Schmied (Hg.), Xenia Hausner. Kampfzone, Köln 1999, Abb. S. 60-61. Xenia Hausner Der geteilte Himmel 1999 acrylic on hardboard; framed 111 x 179 cm monogrammed and dated on the reverse: X.H., 99 gallery label on the reverse by the Forum Gallery, New York. 2002 directly from the artist; since then, private collection, Germany State Russian Museum Saint Petersburg, Xenia Hausner. Kampfzone, September 14 - October 17, 2000. Wieland Schmied (ed.), Xenia Hausner. Kampfzone, Cologne 1999, illus. p. 60-61. 2002 directly from the artist; since then, private collection, Germany State Russian Museum Saint Petersburg, Xenia Hausner. Kampfzone, September 14 - October 17, 2000. Wieland Schmied (ed.), Xenia Hausner. Kampfzone, Cologne 1999, illus. p. 60-61.