Bidspirit auction | Franz Christoph Janneck: Anbetung Christi
Franz Christoph Janneck: Anbetung Christi durch die Heiligen Drei Könige - Franz Christoph Janneck Anbetung Christi durch die Heiligen Drei Könige um 1740/50 Öl auf Kupfer; gerahmt 53,5 x 76 cm Signiert rechts unten: F.C. Janneck fe österreichischer Kunsthandel, 1947; Ankauf durch Dr. Reinhold Boller (1901-1968), durch Erbgang an seine Nachkommen; Privatsammlung, Österreich Das Gemälde wurde im Original von Dr. Christina Pucher begutachtet und von ihr als hervorragende eigenhändige Arbeit des österreichischen Malers Franz Christoph Janneck bestätigt. Stilistische Merkmale wie Figurenideal und Kompositionsweise weisen auf eine Entstehung um 1740/50 und entsprechen damit den charakteristischen Werken Jannecks aus dieser Schaffensperiode. ”Die perfekte Ausgestaltung und Figurenkomposition, sowie die Lichtführung und vor allem der diffizile Einsatz der Farben belegen hier seine große Meisterschaft. Er erzielt durch seine spezielle Malweise auf Kupfer und seine akkurate Pinselführung ein Kolorit, das durch feinste Nuancierung und Changeant eine dem Emaille ähnliche Oberfläche erreicht.” (Christina Pucher, Gutachten von März 2026). Wie Dr. Pucher schreibt, nehmen sakrale Themen im Œuvre Jannecks einen zentralen Platz ein. Seine Auftraggeber gehörten vornehmlich dem Adel, dem höfischen Umfeld sowie dem Klerus an. So dienten die Gemälde häufig der Ausstattung privater Andachtsräume und spiegeln die ausgeprägte Religiosität, wie sie Mitte des 18. Jahrhunderts geherrscht hat, wider. Im vorliegenden Gemälde inszeniert Janneck in seiner typischen Manier die Darstellung als Bühne mit klar gegliederter Raumordnung: Das Jesuskind erscheint in übernatürlichem Licht auf dem Schoß Mariens und erhellt die gesamte rechte Bildhälfte. Maria hält den Christusknaben behutsam, während er sich segnend den herbeigekommenen Besuchern zuwendet. Josef steht etwas abseits am rechten Rand, auf einen Stock gestützt. Die Weisen aus dem Morgenland nähern sich ehrfürchtig und überreichen ihre Gaben. Die linke Bildhälfte wird wiederum von einem scheinbar endlosen Zug aus Menschen und Tieren bestimmt. Im Vordergrund fungiert eine Repoussoirgruppe – knieende Figuren in orientalischer Tracht neben einer umgestürzten Säule – als raumbildendes Element. Ein Lanzenträger im Profil führt den Blick des Betrachters weiter in die Tiefe zum Gefolge der Könige. Die Komposition folgt dabei dem Prinzip des Horror vacui: Zahlreiche Details beleben die Darstellung bis in den Hintergrund. In einer Senke erscheint eine antike Stadt, während sich dahinter ein schroffes Gebirge bis zum Horizont erhebt und farblich in den bewegten Himmel übergeht (vgl. Christina Pucher, Gutachten von März 2026). österreichischer Kunsthandel, 1947; Ankauf durch Dr. Reinhold Boller (1901-1968), durch Erbgang an seine Nachkommen; Privatsammlung, Österreich Das Gutachten von Dr. Christina Pucher, erstellt anhand des Originals am 25. März 2026, liegt bei. Das vorliegende Gemälde wurde unter der Katalognummer ”WK 174” im Werkverzeichnis aufgenommen. Franz Christoph Janneck The Adoration of Christ by the Three Wise Men c. 1740/50 oil on copper; framed 53.5 x 76 cm signed on the lower right: F.C. Janneck fe Austrian Art Dealer, 1947; Acquired by Dr. Reinhold Boller (1901–1968), bequeathed to his heirs; private collection, Austria Austrian Art Dealer, 1947; Acquired by Dr. Reinhold Boller (1901–1968), bequeathed to his heirs; private collection, Austria The certificate from Dr. Christina Pucher, based on the original and dated March 25, 2026, is enclosed. This painting has been included in the catalogue raisonné under the catalogue number ”WK 174.”