Bidspirit auction | Rudolf Swoboda: Orientalische Straßenszene
Rudolf Swoboda: Orientalische Straßenszene - Rudolf Swoboda Orientalische Straßenszene 1905 Öl auf Leinwand; gerahmt 114,5 x 55 cm Signiert und datiert rechts unten: Rudolf Swoboda / 1905. Rückseitig Etikettenrest: IX. Internationale Kunstausstellung zu München 1905; rückseitig Etikett mit der Nummer: 2176 Dorotheum Wien, 17.-20.10.1972, Nr. 163, Tafel 10 (SW-Abb.); Privatbesitz, Wien 1905 München, IX. Internationale Kunstausstellung Vergleiche: Herbert Zemen (Hg.), Der Orientmaler Rudolf Swoboda. 1859-1914. Leben und Werk, Wien 2004, S. 205, Nr. 256 ”Bettler in Damaskus”, 1905; S. 267, WV. 1119 Rudolf Swoboda entstammte einer Künstlerfamilie aus Wien. Sein Vater Eduard Swoboda (1814-1902) war Porträt- und Historienmaler, der Onkel Rudolf Swoboda d. Ä. (1819-1859) Landschafts- und Tiermaler, die jüngere Schwester Josefine Swoboda (1861-1924) spezialisierte sich auf Porträts. Sein Onkel war der bekannte Orientmaler Leopold Carl Müller (1834-1892) unter welchem er auch ab 1878 an der Akademie in Wien studierte. Mit ihm reiste er im Folgejahr erstmals nach Ägypten, wohin der junge Künstler, nachdem er für ein Jahr seinen Wehrdienst absolvierte, bis zu seinem Studienabschluss 1884 zahlreiche weitere Studienreisen unternahm. Nach dem Studium wurde er Hofmaler unter Queen Victoria in England. Diese ermöglichte ihm eine zweijährige Reise nach Indien, wo er Porträts der dortigen Bevölkerung schuf. Swoboda porträtierte auch indische Handwerker am englischen Hof sowie den indischen Diener Victorias, den ”Munshi” Abdul Karim. 1892 kehrte Swoboda in seine Heimatstadt Wien zurück, wo er private Aufträge als Porträtmaler annahm. Vorliegendes Gemälde ist mit 1905 datiert und wurde bereits im Entstehungsjahr auf der Internationalen Kunstausstellung in München präsentiert. Es zeigt eine Szene in einer orientalischen Stadt, möglicherweise in Damaskus. Diese Metropole besuchte Swoboda im Winter 1904/05, während seiner letzten Orientreise. Der Blick des Betrachters wird in eine schattige, schmale Gasse geführt, die drei Männern als Zuflucht vor der drückenden Hitze dient. Der Künstler zeigt hier das Leben der einfachen Menschen, fernab der belebten Plätze und Bazare, welches auch von Armut geprägt ist, bittet doch der sitzende Mann mit seiner ausgestreckten Hand um eine milde Gabe. Ganz dem Vorbild seines Onkels und Lehrers folgend, schildert Swoboda eine Alltagsszene, wie sie in den Ländern des Orients im frühen 20. Jahrhunderts zu beobachten war und liefert somit ein wertvolles Zeitdokument, welches eine besondere Stellung innerhalb seines Spätwerks einnimmt. (MLS) Dorotheum Wien, 17.-20.10.1972, Nr. 163, Tafel 10 (SW-Abb.); Privatbesitz, Wien 1905 München, IX. Internationale Kunstausstellung Vergleiche: Herbert Zemen (Hg.), Der Orientmaler Rudolf Swoboda. 1859-1914. Leben und Werk, Wien 2004, S. 205, Nr. 256 ”Bettler in Damaskus”, 1905; S. 267, WV. 1119 Rudolf Swoboda Oriental Street Scene 1905 oil on canvas; framed 114,5 x 55 cm signed and dated on the lower right: Rudolf Swoboda / 1905. remnant of a label on the reverse: IX. Internationale Kunstausstellung zu München 1905; on the reverse label with the no.: 2176 Dorotheum Wien, 17.-20.10.1972, no. 163, pl. 10 (b./w.-illus.); private property, Vienna 1905 Munich, IX. Internationale Kunstausstellung cf.: Herbert Zemen (ed.), Der Orientmaler Rudolf Swoboda. 1859-1914. Leben und Werk, Vienna 2004, p. 205, no. 256 ”Bettler in Damaskus”, 1905; p. 267, no. 1119 Dorotheum Wien, 17.-20.10.1972, no. 163, pl. 10 (b./w.-illus.); private property, Vienna 1905 Munich, IX. Internationale Kunstausstellung cf.: Herbert Zemen (ed.), Der Orientmaler Rudolf Swoboda. 1859-1914. Leben und Werk, Vienna 2004, p. 205, no. 256 ”Bettler in Damaskus”, 1905; p. 267, no. 1119