Bidspirit auction | Herbert von Reyl-Hanisch: Helene Walther
Herbert von Reyl-Hanisch: Helene Walther - Herbert von Reyl-Hanisch Helene Walther 1931 Öl auf Holz; gerahmt 68 x 58 cm Signiert und datiert rechts unten: Herbert Reyl 1931 Helene Walther, direkt vom Künstler erworben; seither in Familienbesitz, Privatbesitz, Deutschland Heiner Quintern, Herbert von Reyl-Hanisch 1898-1937, Dissertation an der Universität Innsbruck, Oktober 1971, Nr. 110, S. 157, Abb. Nr. 82 Das Bildnis der Helene Walther (1883-1933), geborene Österreicher, aus dem Jahr 1931 ist ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für die reife Porträtkunst von Herbert von Reyl-Hanisch, der sich zu dieser Zeit bereits als gefragter Porträtmaler etabliert hatte. Helene Walther entstammte einer wohlhabenden Hoteliersfamilie, die das Grand Hotel des Alpes in Madonna di Campiglio, ein bedeutender Treffpunkt des europäischen Adels und der gehobenen Bourgeoisie seit dem späten 19. Jahrhundert, betrieb. Dieses kulturell durchdrungene Umfeld sowie die malerische Gegend inspirierte auch zahlreiche Künstler. Reyl-Hanischs wiederholte Italienaufenthalte in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren sowie überlieferte Landschaftsdarstellungen der imposanten Gebirgskulisse der Brenta Dolomiten in Madonna di Campiglio legen nahe, dass er bereits vor der Entstehung des Porträts mit der Familie bekannt und im Hotel des Alpes zu Gast war. Reyl-Hanisch zeigt uns Helene Walther in eleganter Haltung mit nach innen gewandtem, gesammelt wirkendem Ausdruck vor einem Fenster sitzend. Hinter ihr öffnet sich eine herbstliche Landschaft, die nicht nur topografische Anklänge an die Umgebung in Madonna di Campiglio erkennen lässt, sondern als stimmungstragendes Element die Persönlichkeit der Porträtierten widerspiegelt. In Reyl-Hanischs Kunstschaffen spielt die Landschaft eine zentrale Rolle. Sie vermag, so der Künstler, ”in ähnlicher Weise zu ergreifen wie die Musik”, nämlich ”an unserer ursprünglichsten, unterbewusstesten Tiefe”, wodurch das Landschaftsmotiv das Bildnis über die reine Wiedergabe hinaus um eine psychologische Dimension erweitert. (Christian Bertsch und Markus Neuwirth (Hg.) Herbert von Reyl-Hanisch. Das Land der Seele, Lustenau 1991, S. 14) (Valerie Pauß) Helene Walther, direkt vom Künstler erworben; seither in Familienbesitz, Privatbesitz, Deutschland Heiner Quintern, Herbert von Reyl-Hanisch 1898-1937, Dissertation an der Universität Innsbruck, Oktober 1971, Nr. 110, S. 157, Abb. Nr. 82 Herbert von Reyl-Hanisch Helene Walther 1931 oil on panel; framed 68 x 58 cm signed and dated on the lower right: Herbert Reyl 1931 Helene Walther, acquired directly from the artist; since then in family property, private property, Germany Heiner Quintern, Herbert von Reyl-Hanisch 1898-1937, Dissertation an der Universität Innsbruck, October 1971, no. 110, p. 157, illus. no. 82 Helene Walther, acquired directly from the artist; since then in family property, private property, Germany Heiner Quintern, Herbert von Reyl-Hanisch 1898-1937, Dissertation an der Universität Innsbruck, October 1971, no. 110, p. 157, illus. no. 82