Bidspirit auction | Oskar Laske: Der Frühling


Oskar Laske: Der Frühling - Oskar Laske Der Frühling 1921 Öltempera auf Leinwand; gerahmt 95 x 117 cm Signiert rechts unten: O. Laske Bezeichnet links unten: Der Frühling / op. XXI. Rückseitig am Keilrahmen Künstlerhaus-Etikett: 1952 /1328 (von Herrn Nikolaus Domes, Künstlerhaus Archiv Wien, bestätigt) aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky, 23.06.2009, Nr. 22; europäischer Privatbesitz 1952 Wien, Künstlerhaus, ”Frühjahrsausstellung.” Kollektionen: O. Laske, A. Cossmann, R. H. Keppel, M. Frey, K. Mader, P. Peric, 20.03.-10.07. Lilly Schulz-Laske (Hg.)/Elisabeth Kesselbauer-Laske (Hg.), Oskar Laske. Der künstlerische Nachlaß, Wien 1952, WV-Nr. op. 21, S. 7 (ohne Abb.) ”Der Frühling” ist ein typisches Werk Oskar Laskes, der voll Erzählfreude die Betrachterinnen und Betrachter auffordert, sich auf seine Bildwelt einzulassen und Stück für Stück neue Details zu entdecken. Frühlingsdarstellungen zählen zu den zentralen Motiven in der Malerei, denn sie symbolisieren Neubeginn und den ewigen Kreislauf des Lebens. Der Künstler hat hier eine originelle, durchaus allegorische Neuinterpretation dieses Themas geschaffen. Die Bäume erwachen wieder nach der langen Winterszeit. Anstelle der Blätter sehen wir links im Bild kleine Babys im Geäst heranwachsen, und einige andere Baumstämme haben die Gestalt von jungen Männern und Frauen angenommen, aus deren Armen, die wie dicke Äste in die Höhe ragen, Zweige wachsen: Sinnbilder der Metamorphose, der die Natur in dieser Jahreszeit unterworfen ist. Dazwischen laufen nackte, junge Männer und Frauen, die versuchen die ”Mensch-Bäume” zu zähmen und einzufangen. Im Vordergrund hat eine Figur, die uns den Rücken zukehrt, einen großen Baum mit einem Lasso eingefangen und eine weitere Gestalt hat eine Axt erhoben und setzt zum Schwung auf das sich windende Gewächs an. Rechts läuft ein übergroßes Mädchen – Flora die Göttin der Blüte und der Jugend, somit des Frühlings – mit einem wehenden durchsichtigen Schleier über das Feld und lädt uns ein, ihr zu folgen. Der Acker ist schon zur Aussaat bereit und aus den Erdkrumen sprießen die ersten Blumen des Jahres, die Schmetterlinge, Hasen und junge Rehe anlocken, die voll unschuldiger Sanftmut und in ihrer Anmut als Gegenpol zur menschlichen Zivilisation gesehen werden können. Manche der Frühlingsblumen tragen statt Blütenköpfen kleine Menschenkinder, die sich an die grünen Blätter schmiegen oder fürwitzig auf ihnen herumturnen. Links im Bild sehen wir eine Wasserfläche mit zwei sich am Ufer tummelnden Pelikanen. Sicherlich wusste Oskar Laske um deren symbolische Bedeutung als Sinnbilder für die Aufopferungsbereitschaft Jesu Christi. Somit hebt der Künstler sein Bild in eine weitere Bedeutungsebene, denn so wird der Frühling gedanklich mit der Auferstehung des Erlösers und seinem Leben nach dem Tod verknüpft. Über den Bergketten im Hintergrund sehen wir einen weiten Himmel mit vielfarbigen Wolkenbändern, auf denen zart gemalte Gestalten in der Frühlingsluft treiben; weitere Figuren sind mit Bleistiftstrichen angelegt. Es handelt sich um Anemoi, griechische Windgötter, um Luftgeister oder andere ätherische Wesen, die in übersinnlichen Sphären schweben. Sie sind ein Bindeglied zwischen Himmel und Erde. Ein äußerst vielschichtiges und mit einer Opusnummer als Hauptwerk gekennzeichnetes Bild des großen österreichischen Künstlers Oskar Laske. (Sophie Cieslar) aus dem Nachlass des Künstlers; österreichischer Privatbesitz; Auktionshaus im Kinsky, 23.06.2009, Nr. 22; europäischer Privatbesitz 1952 Wien, Künstlerhaus, ”Frühjahrsausstellung.” Kollektionen: O. Laske, A. Cossmann, R. H. Keppel, M. Frey, K. Mader, P. Peric, 20.03.-10.07. Lilly Schulz-Laske (Hg.)/Elisabeth Kesselbauer-Laske (Hg.), Oskar Laske. Der künstlerische Nachlaß, Wien 1952, WV-Nr. op. 21, S. 7 (ohne Abb.) Oskar Laske Der Frühling 1921 oil tempera on canvas; framed 95 x 117 cm signed on the lower right: O. Laske inscribed on the lower left: Der Frühling / op. XXI. Künstlerhaus label on the reverse on the stretcher: 1952 /1328 (confirmed by Nikolaus Domes, Künstlerhaus Archiv, Vienna) from the estate of the artist; private property, Austria; auction house im Kinsky, 23 June 2009, no. 22; private property, Europe 1952 Vienna, Künstlerhaus, ”Frühjahrsausstellung.” Kollektionen: O. Laske, A. Cossmann, R. H. Keppel, M. Frey, K. Mader, P. Peric, 20 March-10 July Lilly Schulz-Laske (ed.)/Elisabeth Kesselbauer-Laske (ed.), Oskar Laske. Der künstlerische Nachlaß, Vienna 1952, cat.-no. op. 21, p. 7 (without illus.) from the estate of the artist; private property, Austria; auction house im Kinsky, 23 June 2009, no. 22; private property, Europe 1952 Vienna, Künstlerhaus, ”Frühjahrsausstellung.” Kollektionen: O. Laske, A. Cossmann, R. H. Keppel, M. Frey, K. Mader, P. Peric, 20 March-10 July Lilly Schulz-Laske (ed.)/Elisabeth Kesselbauer-Laske (ed.), Oskar Laske. Der künstlerische Nachlaß, Vienna 1952, cat.-no. op. 21, p. 7 (without illus.)