Bidspirit auction | Dagobert Peche: Cache Pot


Dagobert Peche: Cache Pot - Dagobert Peche Cache Pot Vereinigte Wiener und Gmundner Keramik, um 1917-18 Keramik aus rotbraunem Scherben, farbig glasiert und staffiert; auf der Unterseite gemarkt mit Firmensignets der Wiener und Gmundner Keramik und Modellnr. ”126”; fachgerecht restaurierte Bruchstellen und Abschläge am Sockel H. 39,5 cm Dagobert Peche hat sich als künstlerischer Allrounder verstanden, der Entwürfe für alle Arten des Kunstgewerbes liefern und mit allen Materialien umgehen konnte. Dabei gehörten allerdings Objekte aus Keramik zu den von ihm bevorzugten Werken, ließ sich aus diesem Werkstoff doch schlechthin alles besonders unmittelbar formen, also ohne viele dazwischen geschaltete Produzenten und Produktionsschritte. So entstanden unzählige, völlig neuartige ”moderne” Kreationen, aber auch Paraphrasen auf ihm aus seiner Salzburger Jugendzeit bekannte Gebrauchsgegenstände. Unser großer Blumentopf ist eine Kombination aus Beidem. Die Form unseres großen Blumentopfes hat Peche schon in seinen frühen Jahren in der Wiener Werkstätte entwickelt, sie ist eine Kombination aus einem traditionellen bauchigen Gefäß, dem der obere Rand fehlt und einer trichterförmig geformten Vase, der der Unterteil abgeht. Schon zu Beginn seiner Tätigkeit für die Wiener Werkstätte hat Peche kleinere Deckeldosen geschaffen, deren Unterteile, ebenso wie unser Blumentopf, mit relieffierten Blättern, der Oberteil nur mit einander kreuzenden Linien verziert waren. Bei unserem Blumentopf hat Peche diesen ”modernen” Liniendekor verfeinert, so als würden sich parallel zu dem Blattwerk des Unterteils einige sparsam beblätterte Zweige entlangranken. Der Entwurf muss Josef Hoffmann außerordentlich gefallen haben, denn er hat den Blumentopf zur Ausstattung der Zentrale der Wiener Werkstätte in Wien 1, Kärntner Straße 32 verwendet. (EP) Vereinigte Wiener und Gmundner Keramik, um 1917-18 Dagobert Peche Cache Pot ”Vereinigte Wiener und Gmundner Keramik”, c. 1917-18 ceramic with a reddish-brown body, colourfully glazed and painted; marked on the underside with company mark of ”Wiener Keramik” and ”Gmundner Keramik” and model no. ”126”; professionally restored breakages and chippings on the base h. 39.5 cm ”Vereinigte Wiener und Gmundner Keramik”, c. 1917-18