Bidspirit auction | Carl Morgenstern
Carl Morgenstern - Carl Morgenstern, Fischerboote an der Küste von Fécamp, Normandie. Wohl um 1844.. Carl Morgenstern 1811 Frankfurt am Main – 1893 ebenda Oil on wood panel. Unsigniert. Verso mit dem Nachlass-Stempel des Künstlers (Lugt 5879) versehen, nummeriert und bezeichnet ”121. Küste bei Fécamp Normandie” sowie mit Maßangaben u.re. In schwarzer Feder o.li. bezeichnet ”67. bei Hâvre (?). BXX”. In einem bronzefarbenen, masseverzierten Rahmen mit Eckkartuschen gerahmt. Verso auf dem Rahmen in blauem Farbstift nummeriert ”121”. Vgl. motivisch ”Am Posilip bei Neapel”, 1839, Öl auf Leinwand, auf Pappe kaschiert, 21,5 x 30,4 cm, Privatsammlung Frankfurt am Main, abgebildet in: Christian Ring (Hrsg.), Sophia Dietrich: Carl Morgenstern und die Landschaftsmalerei seiner Zeit. Ausstellungskatalog Museum Giersch in Frankfurt a. M. (25. September 2011 bis 29. Januar 2012). Petersberg 2011, S. 153, Kat.Nr. 72. Möglicherweise entstand das Gemälde 1844 im Kontext einer Normandie-Reise des Künstlers. Carl Morgenstern schuf jedoch auch in seinem Spätwerk Küstenlandschaften mit Fischern, die nicht auf tatsächlichen Reisen basierten. Kleinste Materialverluste an den Bildträger-Kanten. Malschicht stellenweise mit unscheinbarem Krakelee und kleinteiligen, dachförmig aufstehenden Farbschollen, im u.li. Bereich mit winzigen Farbverlusten. Mehrere kleine Retuschen im Himmel sowie an Ecke u.re. Größere Retusche im Fels re. Sehr feiner, ca. 6 cm langer Kratzer o.li. Winzige dunkle Fleckchen o.re. (wohl im Firnis). Rahmen mit kleinen, unscheinbaren Materialverlusten. Maße: 17,5 x 25 cm, Ra. 35 x 42 cm. Carl Morgenstern 1811 Frankfurt am Main – 1893 ebenda Deutscher Landschaftsmaler der Romantik. Sohn des Malers Johann Friedrich Morgenstern. 1832 Schüler von Carl Rottmann in München. 1834–37 Italienaufenthalt. Anschließend Rückkehr nach Frankfurt. In den folgenden Jahren kurze Reisen in die Schweiz, die Niederlande, an die Riviera, nach Frankreich und Venedig. Im Juni 1844 Aufenthalt in der Normandie, anschließend in Paris. 1845 Heirat mit Louise Marianne Cleopha Bansa. Um 1850 große Beliebtheit der Werke des Künstlers, sogar Aufträge von Kunden aus England, Amerika, und der Schweiz. 1853 Geburt des Sohnes, der spätere Landschaftsmaler Friedrich Ernst Morgenstern. 1849, 1851, 1856 und 1864 Studienreisen in die Schweiz. 1866 Ernennung zum Professor. Loslösung von der traditionellen Art der Landschaftsmalerei und Erschaffung zeitgemäßer Bilder, in denen besondere Lichteffekte eine große Rolle spielen.