Bidspirit auction | Ernst Erwin Oehme
Ernst Erwin Oehme - Ernst Erwin Oehme (alt zugeschr.), Labyrinth, Sächsische Schweiz (?). late 19th cent.. Ernst Erwin Oehme 1831 Dresden – 1907 ebenda Oil on paper, alt auf Malpappe kaschiert. Unsigniert. In einem Schleiflackrahmen des frühen 20. Jh., dort auf einem Messingschild bezeichnet ”Ernst Erwin Oehme 1831–1907”. Dem umgebenden Habitat nach zu urteilen, dürfte eine Felsenformation des sog. ”Felsenlabyrinthes” Langenhennersdorf in der Sächsischen Schweiz dargestellt sein. Die Felsenbank, auf welcher der mysteriöse Füllkorb steht, wäre dann allerdings eine freie Zugabe. Die alte Zuschreibung an Ernst Erwin Oehme erscheint plausibel, da das abendliche, bald südliche Licht, die Malweise der Wolken sowie die Stilisierung der Pflanzen mit signierten Werken vergleichbar sind, z.B. ”Ruinenlandschaft mit Reitern” (Karl & Faber, München, November 2020) oder ”Waldlandschaft im Abendlicht” (Bassenge, Berlin, Mai 2015). Fachmännisch restauriert. Bildträger unscheinbar gewölbt. Mit punktuellen Retuschen. Gehrungen des Rahmens geöffnet. Fassung des Rahmens mit kleinen Fehlstellen. Maße: 47,7 x 32,5 cm, Ra. 66,2 x 50,7 cm. Ernst Erwin Oehme 1831 Dresden – 1907 ebenda Sohn des Hofmalers Ernst Ferdinand Oehme. 1846 Studienbeginn an der Königlichen Kunstakademie Dresden. Ab 1849 Atelierarbeit mit Ludwig Richter, mit dem Oehme eine lebenslange Freundschaft verband. 1861 Gründung einer Privatschule für junge Damen. 1864 wird Oehme Ehrenmitglied der Dresdener Kunstakademie und 1887 an das Königlich Sächsische Polytechnikum, die spätere Technische Hochschule, als Professor für freies Landschaftszeichnen und malerische Darstellung berufen. Oehme fertigte Aquarelle, Ölgemälde, aber auch architekturgebundene Wandmalereien, wie bspw. im Zweiten Dresdner Hoftheater an.