Bidspirit auction | Otto Altenkirch


Otto Altenkirch - Otto Altenkirch ”Birkenweg am Heller”. 1930.. Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn Oil painting auf feiner Leinwand. U.re. geritzt signiert und datiert ”Otto Altenkirch 1930.”. Verso auf der o. Umschlagkante des Bildträgers betitelt, nochmals signiert ”Otto Altenkirch.” und ortsbezeichnet ”Dresden”. Auf der u. Keilrahmenleiste mit dem Stempel der Kunst- und Mal-Utensilienhandlung Emil Geller Nachfahre sowie in Blei von Künstlerhand (?) bezeichnet ”Herr Prof. Altenkirch / Bautzner St. 15”. In einer vergoldeten Stuckleiste mit reliefiertem Eckdekor gerahmt. WVZ Petrasch 1930–21–H, dort betitelt ”Birkenweg im Juni”. Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung; vom Großvater des Einlieferers 1932 vom Künstler erworben (handschriftliche Quittung von Otto Altenkirch liegt vor). Das vorliegende Gemälde schuf Otto Altenkirch zehn Jahre nach der Verlegung seines Hauptwohnsitzes von Dresden nach Siebenlehn. Er kehrte jedoch regelmäßig für mehrtägige bzw. mehrwöchige Arbeitsaufenthalte nach Dresden zurück, wo er noch bis 1940 sein Atelier auf der Bautzner Straße 15 innehatte. Von dort erreichte Altenkirch den Heller fußläufig innerhalb von 30 Minuten. In seinen handschriftlichen Aufzeichnungen notierte Altenkirch zu einem motivgleichen, im selben Monat entstandenen Gemälde: ”Sammelweg in der jungen Heide”. Das Motiv ist in Altenkirchs malerischen Œuvre nicht neu. Am 05. April 1910 rezensierten die Münchner Neueste Nachrichten die Frühjahrsausstellung der Münchner Sezession, an welcher neben Otto Altenkirch auch Ferdinand Dorsch und Robert Sterl teilgenommen hatten: ”Auch in der Landschaft schneidet die jüngere Malergeneration mit Ehren ab, und mancher, hier bis jetzt so gut wie unbekannte Name rückt plötzlich in den Vordergrund. Zum Beispiel der des Dresdner Otto Altenkirch, der in seinem trefflichen ''Birkenwald'' und seinem ''Gutshof'' den Sonnenschein mit ebensoviel Kraft und Feinheit geschildert hat, und sein Landsmann Ferdinand Dorsch, dessen ''Kurgarten'' an sommerlicher Sonnigkeit unübertrefflich ist”. Malschicht ganz vereinzelt mit unscheinbarem Krakelee, im Gesamteindruck nicht wahrnehmbar. Bildträger verso etwas fleckig. Maße: 81 x 61 cm, Ra. 89 x 68,5 cm. Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn Ab 1889 vierjährige Lehre zum Dekorationsmaler in Berlin. Ab 1898 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, ab 1900 bei Eugen Bracht. Altenkirch wechselte 1902 gemeinsam mit Bracht an die Dresdner Kunstakademie, es folgten erste Ausstellungen. 1906 Studienabschluss mit Auszeichnung und Tätigkeit als freischaffender Künstler. Schloss sich der Künstlergruppe ”Die Elbier” an und war 1910 Mitglied der Künstlervereinigung Dresden. Ab 1910 leitender Hoftheatermaler an den Königlich-Sächsischen Hoftheatern. 1917 Professorentitel. 1920 Umzug nach Siebenlehn und freischaffende Tätigkeit als Maler. Arbeiten Altenkirchs sind u.a. in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vertreten.