Bidspirit auction | Ferdinand Dorsch


Ferdinand Dorsch - Ferdinand Dorsch ”Das rote Sofa” (im Ledertapetensaal von Schloss Weesenstein). Frühe 1910''s. Ferdinand Dorsch 1875 Fünfkirchen/Ungarn – 1938 Dresden Oil on cardboard. U.li. in Blei signiert und ortsbezeichnet ”Ferd. Dorsch Wesenstein” und schwach lesbar datiert ”191(?)”. Auf der Rückseite detailliert bezeichnet, betitelt und nochmals signiert ”v. Sedewitz Arndtstr. 3”, ”Das rote Sopha / Ferd. Dorsch Dresden Terrassenufer 27”, ”Das rote Sopha F. Dorsch” sowie mit dem Etikett der 41. Kunstausstellung in Lübeck 1914, wo es ausgestellt war. In einer dunkelbraun lackierten Leiste mit Wellenprofil und Sichtleiste mit Schlagmetallauflage. Ausgestellt in: 41. Kunstausstellung Lübeck, 1914. Von Dorsch existiert eine auf 1912 datierte Darstellung des Weesensteiner Schlosses in Gouache auf Karton (Abercron 1976, S. 32). Es wäre naheliegend, wenn beide Werke zeitlich korrespondierten. ”Das rote Sofa” ist ein typisches Gemälde Dorschs aus dieser Zeit. Im Katalog der ihm 1976 gewidmeten Ausstellung der Kölner Galerie von Abercron heißt es über den Maler: ”Lebensfreude und trockener, befreiender Humor, ein joviales Wesen, waren Charakterzüge, die das ganze künstlerische Werk Dorsch''s prägten. Das gilt für die Themenwahl vieler Bilder genauso, wie für die Malweise. ''Festliche Tafel'', ''Lampionfest'', ''Gartenfest'', ''Speisesaal'', ''Maskenball'', ''Pierrot'', das Nana-Motiv einerseits, Schlösser und ihre Interieures andererseits, waren bevorzugte Themen, wenn er nicht portraitierte.”, vgl. Wilko von Abercron in Abercron 1976, S. 12. Galerie von Abercron: Ferdinand Dorsch. Ein Künstlerleben in Dresden. 1875–1938. Zur Ferdinand-Dorsch-Ausstellung der Galerie von Abercron Dez. 1976. Köln 1976. Malschicht im Falzbereich gedunkelt und partiell berieben. Punktförmige Abplatzung li. vom Sofa. O.li. Ecke knickspurig sowie an u.li. Ecke ein alter Klingeneinschnitt in o. Lage des Bildträgers. Vereinzelt winzige braune Flecken auf der Oberfläche. Pastositäten etwas gepresst. Gehrung des Rahmens geöffnet, Sichtleiste mit deutlichen Läsionen, zahlreiche Bestoßungen. Maße: 59 x 49 cm, Ra. 75 x 64 cm. Ferdinand Dorsch 1875 Fünfkirchen/Ungarn – 1938 Dresden Ab 1891 Studium an der Dresdner Kunstakademie u.a. bei Leon Pohle und Ferdinand Pauwels. 1895– 1898 Meisterschüler bei Gotthardt Kuehl, lebenslange Freundschaft zwischen den beiden Künstlern. 1898 Übersiedlung nach Wien, dort Bekanntschaft mit dem Secessionisten Carl Moll. Ab 1899 Mitglied der Wiener Secession. 1902 Rückkehr nach Dresden. Gründung der Künstlervereinigung ”Elbier” mit Fritz Beckert, Arthur Bendrat und August Wilckens.1909 war er Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Dresden. 1903–1907 Reisen nach Überlingen am Bodensee mit Gotthard Kuehl, zunehmende Hinwendung zum Impressionismus. 1904–1916 unterhielt eine eigene Malschule in Dresden, zu seinen Schülern gehörten u.a. Marianne Britze, Annemarie Heise und Conrad Felixmüller. 1906–1921 Vorstandsmitglied des Sächsischen Kunstvereins. 1914–38 Professor an der Dresdner Kunstakademie, seine Schüler waren u.a. Otto Dix, Franz Lenk, Georg Siebert, Walter Tanau und Theodor Rosenhauer. 1926/1927 und ab 1935 war Dorsch Rektor der Kunstakademie.