Bidspirit auction | Georg Siebert
Georg Siebert - Georg Siebert ”Bauer beim Frühstück”. 1930.. Georg Siebert 1896 Dresden – 1984 Köln Oil painting auf sehr kräftiger Malpappe. O.re. signiert und datiert ”G. Siebert 1930”. Verso nochmals datiert, betitelt und signiert. In einer Leiste mit goldfarbenem Einleger gerahmt. Auf der Rahmenrückwand wohl nochmals vom Künstler betitelt und signiert sowie mit älteren Galerieetiketten sowie dem Etikett des bekannten Dresdner Händlers für Künstlerbedarf der Vorkriegszeit Heinrich Klein. ”Die handwerkliche Schulung zur anatomisch genauen Zeichnung an der Dresdner Akademie fiel nicht nur bei den kritischen Realisten auf fruchtbaren Boden, sondern gerade auch bei Künstlern, die bevorzugt die ''schönen'' Seiten des Lebens zu schildern suchten. So trat 1919 Georg Siebert, von Beginn an mit Preisen bedacht […] hervor. […]. Vor allem nachdem Siebert in der Schweiz die Kunst von Ferdinand Hodler erlebt hatte, schuf er um 1930 extrem nahsichtige Kinder-und Gruppenbildnisse [sowie Porträts], in denen selbst die Interaktion in der Bilderzählung einen ungewöhnlichen Grad an Wirklichkeitstreue erreicht. Solche ausgewählten Werke können weder alle in der retrospektiven Haltung einer verspäteten Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts […] noch einer naturalistischen Heimatkunst zugerechnet werden, wie Sieberts minutiös herausgearbeitete Blumenstillleben und Familienporträts.” (zitiert nach Birgit Dalbajewa in: Birgit Dalbajewa (Hrsg.): Neue Sachlichkeit in Dresden. Dresden 2011. S. 297). Malpappe u.re. mit unscheinbarer Wölbung. Vereinzelte winzige Fleckchen auf der Oberfläche. Malschicht mit geringen Läsionen im Falzbereich. Ecke u.re. minimal aufgefasert und mit Retuschen. Weitere vereinzelte Retuschen an den Bildrändern. Alter Riss in ob. Lage der Malpappe im Eckbereich o.li. Maße: 34,8 x 44,8 cm, Ra. 51 x 61 cm. Georg Siebert 1896 Dresden – 1984 Köln 1910–13 Lehre im Atelier für textile Kunst in Dresden. 1913–16 Studium an der Königlichen Kunstgewerbeschule Dresden, 1916 Bronze-Medaille. 1916–18 Militärdienst. 1919–21 Studium an der Kunstakademie Dresden bei Richard Müller, erste Auszeichnungen. 1921–23 Stipendium eines Dresdner Mäzens, Studium an der Kunstakademie München bei Ludwig von Herterich und Max Doerner. 1924–26 Rückkehr an die Kunstakademie Dresden. 1925 Mitglied der Dresdner Kunstgenossenschaft. 1925/26 Studienabschluss mit ”Ehrenzeugnis” sowie Jubiläumsstipendium der Stadt Dresden. Mitarbeit im Atelier von André Lhote in Paris.1927–31 in Dresden wohnhaft. Mitglied des Deutschen Künstlerbunds sowie der Dresdner Sezession. 1930 ”Ilgen”-Preis. 1932 Studienreise in die Schweiz. Ab 1933 Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. 1937 ”Diplome d''honneur” der Pariser Weltausstellung. 1938 Teilnahme an der Biennale in Venedig. 1939–1940 Kriegsdienst. Ab 1942 Professur an der Dresdner Kunstakademie. 1945 Übersiedlung nach Obervogelgesang, 1961 nach Karlsruhe. Seit 1964 in Köln ansässig. 1971 Ausstellung in Düsseldorf zum 75. Geburtstag.