Bidspirit auction | Jan Brueghel d.Ä.


Jan Brueghel d.Ä. - Jan Brueghel d.Ä., Paar holländische Stadtansichten mit Grachten. Ca. 1630– 1650.. Jan Brueghel d.Ä. 1568 Brüssel – 1625 Antwerpen Oil on canvas, auf den originalen Spannrahmen. Unsigniert. Verso auf dem Spannrahmen in Feder alt bezeichnet ”H. L. aus Bloemersheim 1920”. Je im profilierten Holzrahmen mit Wellenleisten und Halbrundstab aus Vogelaugenahorn gerahmt. Vgl. zu Vorlagen der figurenreichen Szene: Nachfolger Jan Brueghels d.Ä. ”Flusslandschaft”, 1640–60, Öl auf Kupfer, 19,3 x 23,5 cm, Museum of Gloucester, Gloucester, InvNr. GLRCM: Art00320. Wenceslaus Hollar (nach Jan Brueghel d.Ä.) ”Flusslandschaft”, 1649, Kupferstich, 19,2 x 27,4 cm, British Museum, London, InvNr. 1892,0714.37. Vgl. zu Vorlagen der Szene mit einzelnem Boot: Jan Brueghel d.Ä. (zugeschr.) ”Wasserumspülte Mühle hinter Bäumen”, undatiert, Öl auf Kupfer, 13,5 x 19 cm, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Gal.-Nr. 894, 1723 erworben. Jan Brueghel d.Ä. (Art des) ”Dorf am Wasser”, undatiert, Öl auf Kupfer, 17 x 24,5 cm, Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen, InvNr. 071, seit 1932 verschollen. Karl Wilhelm Weisbrod (nach Jan Brueghel d.Ä.) ”Flusslandschaft”, 1771–91, Radierung, 21,6 x 23,7 cm, British Museum, London, InvNr. 1851,0326.72. Das Schloss Bloemersheim, aus dem die Gemälde mutmaßlich stammen, liegt nahe Neukirchen-Vluyn in Nordrhein-Westfalen. Das aus dem Spätmittelalter stammende Wasserschloss wurde 1802 von Friedrich Heinrich von der Leyen, Seiden-Produzent aus Krefeld erworben und ist noch heute Stammsitz derer von der Leyen zu Bloemersheim. Bildträger partiell randdoubliert, teilweise etwas wellig. Kleine geschlossene Löchlein, recto retuschiert. Malschicht gesamtflächig mit Alterskakelee und Klimakante. Die vielfigurige Szene mit Retuschen im Himmel sowie weiteren kleineren auf der Bildfläche verteilt. Die Szene mit einzelnem Boot mit großflächigen Retuschen im Himmel sowie weiteren kleineren an der u. Bildkante. Maße: 29 x 34 cm / 29 x 34 cm, Ra. 38,8 x 43,8 cm. Jan Brueghel d.Ä. 1568 Brüssel – 1625 Antwerpen Sohn des Künstlers Pieter Brueghel d.Ä. Erster Zeichenunterricht bei seiner Großmutter, der Miniaturmalerin Marie de Bessemers. Um 1590–96 Italienreise. Beitritt zur Antwerpener Malergilde, 1601 Ernennung zu deren Dekan. Brueghel arbeitete an den Höfen von Prag und Brüssel, wo er zum Hofmaler ernannt wurde und Gemälde seltener Blumen schuf. Er und drei seiner Kinder starben zeitgleich an Cholera. Zu seinen Lebzeiten erfreute sich Brueghel großer Beliebtheit, weshalb sein Stil oft wiederholt wurde. Sein Sohn Jan Brueghel der Jüngere schuf ähnliche paradiesische Landschaften, sein Schüler Daniel Seghers orientierte sich an den Blumenstillleben des Meisters.