Bidspirit auction | Johann Christian Klengel
Johann Christian Klengel - Johann Christian Klengel ”Ruhender Hirte mit Pferd”. 1770''s. Johann Christian Klengel 1751 Kesselsdorf b. Dresden – 1824 Dresden Oil on wood panel. U.li. signiert ”Klengel”. Verso in Rot schabloniert nummeriert ”160” sowie mit alten Annotationen in Blei ”N 56459” und ”15 p”. In einem teilvergoldeten Stuckrahmen. Nicht im WVZ Fröhlich. Wir danken Frau Dr. Anke Fröhlich-Schauseil, Dresden, für freundlichen Hinweise. In vorliegender Tafel ragt das lebhafte Pferd im Zentrum heraus. Man sollte diese deshalb im Zusammenhang mit Klengels ”Pferdestudie” nach Philips Wouwerman und Rosa da Tivoli sehen, die Maedebach um 1775 datiert (Nr. 79, WVZ Fröhlich Z 181). Der bäuchlings an einem Abhang liegende Hirte wiederum begegnet uns noch einmal im Weimarer Skizzenbuch (Bl. 2 recto, WVZ Fröhlich, S. 288), das ebenfalls in die 1770er Jahre datiert. Beide hier herausgestellten Motive, Hirte und Pferd, tauchen gemeinsam noch einmal in einer Zeichnung des Dresdner Kupferstichkabinetts auf (InvNr. C 2561, WVZ Fröhlich Z 187).” Lit.: Anke Fröhlich: ”Glücklich gewählte Natur…” – Der Dresdner Landschaftsmaler Johann Christian Klengel (1751 – 1824). Monographie und Werkverzeichnis der Gemälde, Zeichnungen, Radierungen und Lithographien. Hildesheim/Zürich/New York 2005. Heino Maedebach: Johann Christian Klengel (1751 – 1824). Gemälde und Zeichnungen. Ausstellungskatalog Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg (Juni – Juli 1950). Freiberg 1950. Bildträger gering gewölbt. Malschicht mit geringem Abrieb im Falzbereich. Unscheinbare Druckstellen im Himmel o.re. Wenige Fleckchen auf der Oberfläche. Rahmen partiell goldbronzefarben retuschiert, kleine Fehlstellen in den Spiegeln an den Eckkartuschen sowie feine Risse im Stuck. Maße: 17,5 x 25,5 cm, Ra. 27 x 35 cm. Johann Christian Klengel 1751 Kesselsdorf b. Dresden – 1824 Dresden 1763 Buchbinderlehre in Dresden. Förderung durch Christian Ludwig von Hagedorn, Direktor der Kunstakademie Dresden ermöglicht Zeichenunterricht an der Akademie bei Charles François Hutin. Ab 1765 Perspektivunterricht bei Bernardo Bellotto. 1765–74 Schüler von Christian Wilhelm Ernst Dietrich, Ausbildung zum Landschaftsmaler sowie Radierer. Bereits ab 1771 Publikation von eigenen Radierungen. 1777 Ernennung zum Mitglied der Kunstakademie Dresden und dortige Lehrtätigkeit in Landschafsmalerei. 1786 Ernennung zum Ehrenmitglied der Kunstakademie Berlin. 1790–92 Italienreise im Rahmen eines kurfürstlichen Stipendiums, nach Rückkehr insensive Schaffensphase sowohl in der Malerei als auch in Drucktechniken. 1800 Ernennung zum außerordentlichen Professor und 1816 zum ordentlichen Professor an der Kunstakademie Dresden.