Bidspirit auction | Johannes Beutner
Johannes Beutner - Johannes Beutner ”Stillleben mit Feuerlilien”. 1931.. Johannes Beutner 1890 Cunnersdorf/Sächs. Schweiz – 1960 Dresden Oil on cardboard. U.li. signiert und datiert ”Beutner 31.” In einer goldbronzefarbenen, profilierten Leiste gerahmt. Verso mit einem Zeitungsausschnitt über die Jubiläumsausstellung Beutners in der Kunstausstellung Kühl 1990 beklebt. Nicht im WVZ Lademann. Mit einer schriftlichen Expertise von Frau Dr. Jördis Lademann, Dresden, vom 18.01.2025. ”Es handelt sich im Rahmen von Beutners bekanntem Oeuvre um ein außergewöhnlich großes, üppiges Stillleben, das zudem in seiner lebensfrohen Detailliertheit des Hauptmotivs von seinem sonstigen Drang nach Vereinfachung und Versachlichung abzuweichen scheint. Stilistische Detail-Vergleiche (z.B. im ”Stillleben mit roter Vase”, 1929, Öl/Leinwand, 65 x 80 cm, Kat. Lademann, S. 123, oder ”Schaufensterpuppe”, 1932, Öl/Pappe, 85,5 x 70,5 cm, Kat. Lademann, S. 106), ebenso die Farbpalette und die Hintergrundgestaltung, sind wiederum ganz charakteristisch für sein Werk. Die Provenienz aus Dresdner Privatbesitz legt nahe, dass das ”Stillleben mit Feuerlilien” als Hochzeitsgeschenk für einen Bekannten entstand, der, nahe Beutners Atelier, auf der Chemnitzer Straße wohnte, wo 1945 ein Großteil Beutners früher Arbeiten verbrannte.” (zitiert nach Jördis Lademann, 18.01.2026). Lit.: Jördis Lademann (Hrsg.): Johannes Beutner, 1890–1960, Leben und Werk. Dresden 2009. Birgit Dalbajewa (Hrsg.): Neue Sachlichkeit in Dresden. Dresden 2011. S. 176f. Wir danken Frau Dr. Jördis Lademann, Dresden, für freundliche Hinweise. Laufspuren, vor allem im u. Viertel und dort bräunliche Fleckchen. Retusche an Ecke o.li. sowie weitere, sehr kleine in der Bildfläche. Falzschäden mit Malschicht-Verlusten sowie Auffaserungen des Bildträgers. Ra. mit wenigen Bestoßungen. Maße: 95 x 79,5 cm, Ra. 107 x 91 cm. Johannes Beutner 1890 Cunnersdorf/Sächs. Schweiz – 1960 Dresden 1903–05 Zeichenunterricht bei Richard Müller in Loschwitz. 1905–06 Besuch der Kunstakademie bei Robert Sterl. Danach Lehre und Tätigkeit als Farbenätzer und Chemograf, zugleich Radrennamateur. 1915–18 Soldat. 1920–24 wieder an der Kunstakademie bei Otto Hettner, später Meisterschüler bei Ludwig von Hofmann. 1932 im Künstlerkreis ”Die aufrechten Sieben”, freischaffend. 1936 als ”entartet” angeprangert. Arbeit als Reisevertreter, Reklamemaler, Dreher und Werkzeugmacher. 1945 Verlust des Ateliers mit fast allen Arbeiten. 1951–57 beim Aufbau von Dresden und Berlin künstlerisch tätig.