Bidspirit auction | Günther Hornig
Günther Hornig - Günther Hornig ”ANA-mo”. 1997.. Günther Hornig 1937 Bitterfeld – 2016 Dresden Verso signiert datiert ”Hornig 97” sowie nochmals ausführlich datiert ”08.04.97”, auf der Umschlagkante des Bildträgers im Bereich der o. Keilrahmenleiste betitelt und mit Maßangaben versehen. In einer schmalen weißen, aufgenagelten Künstlerleiste gerahmt. Abgebildet in: Dresdner Bank: Elf Kunstwerke für ein Bauwerk. Ohne Ort (Dresden) 1997. KatNr. 9. In den letzten Jahren wurde das Werk von Günther Hornig verstärkt öffentlich gewürdigt. Seine Kunst entwickelte sich aus realistischen Motiven hin zur Abstraktion und schließlich zum Informellen. Zentrale Merkmale seiner Malerei sind dichte Farbschichtungen, überraschende Überschneidungen und eine konsequente Materialerforschung. Farbe diente ihm dabei nicht nur als Gestaltungsmittel, sondern als Material, das von gewohnten Bedeutungen befreit werden sollte. Ein zentrales künstlerisches Anliegen war für ihn die Frage, wie aus zweidimensionaler Abstraktion Raumwirkung entstehen kann. Seine Werke untersuchen die Gleichzeitigkeit gegensätzlicher Prozesse und reflektieren gesellschaftliche Strukturen. Das Bild wird zur Projektionsfläche für Bewegung, Wandel und Vielfalt. Bis zuletzt arbeitete Hornig mit immer neuen Variationen seiner Formkonstellationen und nutzte unterschiedliche Medien, wobei das Gemälde sein bevorzugtes ”Labor” blieb. Vgl.: Angela Vollenweide: Vorwort, in: Günther Hornig, Katalog der Albrecht-Mugler-Stiftung, Gersdorf 2019. Das Werk wurde nicht ausgerahmt. Winzige Deformation in der Leinwand an u. Bildkante li. Malschicht sehr vereinzelt mit kleinen Flecken, unscheinbaren grauen Farbspuren (evtl. Grafit), insbes. am u. Bildrand. Rahmen u.re. mit leichtem Abrieb. Maße: 150 x 130,8 cm, Ra. 151,5 x 131,3 cm. Günther Hornig 1937 Bitterfeld – 2016 Dresden 1954–56 Arbeit als Theatermaler am Landestheater in Halle, 1956/57 Bühnenbildassistent am Landestheater Potsdam. 1957–62 Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Erich Fraaß, Herbert Kunze und Paul Michaelis. 1962/63 Aufträge als bildender Künstler im Reifenwerk und der Baumwollspinnerei in Riesa. Ab 1964 Dozent an der Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden.1967–93 als Dozent im Bereich Theatermalerei und Bühnenbild und der Hochschule für Bildende Künste Dresden tätig. 1993–2002 Professor für Malerei und Grafik im Fachbereich Bildende Kunst. Ab 1963 lebte und arbeitete er im Künstlerhaus Loschwitz. Werke von Hornig befinden sich u a. im Albertinum und im Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, im Kupferstichkabinett Berlin und in der Neuen Sächsischen Galerie in Chemnitz.